Mini-Transat 2021
Tanguy Bouroullec gewinnt erste Etappe in der Proto-Wertung

Der Franzose erreichte das Ziel vor La Palma nach 7 Tagen, 12 Minuten und 30 Sekunden als Erster eines Dreikampfs an der Spitze des auseinandergezogenen Feldes

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 04.10.2021
Geschafft! Auf seinem rasanten Foiler benötigte der schnellste Mini-Segler gut eine Woche von Frankreich auf die Kanaren Geschafft! Auf seinem rasanten Foiler benötigte der schnellste Mini-Segler gut eine Woche von Frankreich auf die Kanaren Geschafft! Auf seinem rasanten Foiler benötigte der schnellste Mini-Segler gut eine Woche von Frankreich auf die Kanaren

MiniTransat Eurochef Alexis Courcoux Geschafft! Auf seinem rasanten Foiler benötigte der schnellste Mini-Segler gut eine Woche von Frankreich auf die Kanaren

Nach einem spannenden Finish steht der Sieger der ersten Etappe im Proto-Klassement fest: Tanguy Bouroullec überquerte am späten Montagnachmittag die Ziellinie vor der Kanareninsel La Palma.

MiniTransat Eurochef - Vincent Olivaud Glücklich nach dem erkämpften Etappensieg: Tanguy Bouroullec

Der 27-jährige Franzose benötigte mit seinem Verdier-Proto 7 Tage, 12 Minuten und 30 Sekunden für die 1350 Meilen der ersten Etappe. Damit erfüllt sich der Gesamtvierte des Mini-Transat 2019 seinen Traum vom Etappensieg im Feld der 25 Protos.

Auf ihn folgte mit einem Abstand von einer Stunde und knapp vier Minuten Landsmann Fabio Muzzolini.

MiniTransat Eurochef Alexis Courcoux Muzzolini im Ziel

Nur fünf Minuten nach diesem ging Pierre Le Roy als Dritter durchs Ziel.

MiniTransat Eurochef Alexis Courcoux Podiumsplatz für Pierre Le Roy

Auch die russische Skipperin Irina Gracheva, aktuelle Vierte in der Proto-Wertung, hat das Gate mittlerweile hinter sich und nur noch wenige Meilen zum Ziel vor dem Bug.

Das Quartett an der Spitze der Flotte hatte wie Melwin Fink keinen Schutzhafen angelaufen und das Rennen durchgezogen. Als die Warnung der Wettfahrtleitung vor der schweren Front rausging, lagen die vier bereits auf einer weit südlichen Position und hatten schon ein großes Stück der portugiesischen Küste passiert.

Knappes Finish

Am Montagmorgen passierte Fabio Muzzolini das virtuelle Gate nördlich von La Palma als Erster, kurz vor Tanguy Bouroullec. Pierre Le Roy musste seinen Kurs ändern, um das Tor nicht zu verpassen und es als Dritter durchfahren zu können. Zuvor hatten sich Bouroullec und Le Roy immer wieder in der Führung abgewechselt. Muzzolini konnte in den letzten 24 Stunden allerdings stark aufholen. Weiter östlich positioniert als seine Mitstreiter, segelte er in der Nacht von Sonntag auf Montag mit einer zweistelligen Durchschnittsgeschwindigkeit, während die anderen beiden 7 bis 9 Knoten auf der Logge hatten.

Karten neu gemischt

Die vier Proto-Segler hatten sich mit ihrem Sprint nach Süden weit vom Feld abgesetzt. Der nächste, der nach ihnen – sofern alles gut geht – La Palma erreichen dürfte, ist dann schon Melwin Fink. Im Feld der Serienboote führt der 19-Jährige mit einem Vorsprung von derzeit 94 Seemeilen auf den Zweitplatzierten Christian Kargl („All Hands on Deck“). Das Gros der noch aus 88 Booten bestehenden Flotte segelt aktuell vor der portugiesischen Atlantikküste zwischen Porto und Lissabon.

Für Lennart Burke („Vorpommern“) läuft es seit seinem Neustart aus Goyanes wieder viel besser, aktuell belegt er Platz 9 im Klassement. Offenbar konnte er seinen Schaden am Boot während des Hafenaufenthaltes reparieren.

Lina Rixgens nutzte ihren Zwischenstopp im Hafen von Camarinas westlich von A Coruña für die Reparatur ihres Autopiloten und liegt aktuell an Position 20 in der Proto-Wertung. Marc Eric Siewert – mittlerweile wieder mit einem funktionierenden Tracker – konnte als einer der letzten Mini-Teilnehmer einen Schutzhafen anlaufen. Nach seinem Zwischenstopp in A Coruña segelt er aktuell auf Position 24.

Kollision mit Fischerboot

Gegen Mittag kollidierte Serienboot-Segler Victor d’Ersu („Babouchka“) etwa 30 Meilen vor der portugiesischen Küste mit einem Fischerboot. Nach Auskunft des Veranstalters geht es ihm gut, allerdings ist offenbar eine Saling sowie der Gennakerbaum beschädigt. Der 28-Jährige aus Lorient versucht, die Schäden zu reparieren, um dann weitersegeln zu können.

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Themen: Melwin FinkMini-Transat 2021Solo-Regatta

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