Rolex Middle Sea Race 2021
"Comanche" mit neuem Fabelrekord

Zwei Spinnaker zerplatzten, der dritte trug das furios agierende Team in Bestzeit ins Ziel. Erstmals mit an Bord war der australische Überflieger Tom Slingsby

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 26.10.2021
Schnell, schneller, "Comanche"! Der rassige Maxi absolvierte das 600-Seemeilen-Rennen rund Sizilien in gerade einmal 40 Stunden, 17 Minuten und 50 Sekunden – ein Rekord, der in absehbarer Zukunft schwer zu schlagen sein wird Schnell, schneller, "Comanche"! Der rassige Maxi absolvierte das 600-Seemeilen-Rennen rund Sizilien in gerade einmal 40 Stunden, 17 Minuten und 50 Sekunden – ein Rekord, der in absehbarer Zukunft schwer zu schlagen sein wird Schnell, schneller, "Comanche"! Der rassige Maxi absolvierte das 600-Seemeilen-Rennen rund Sizilien in gerade einmal 40 Stunden, 17 Minuten und 50 Sekunden – ein Rekord, der in absehbarer Zukunft schwer zu schlagen sein wird

Kurt Arrigo Schnell, schneller, "Comanche"! Der rassige Maxi absolvierte das 600-Seemeilen-Rennen rund Sizilien in gerade einmal 40 Stunden, 17 Minuten und 50 Sekunden – ein Rekord, der in absehbarer Zukunft schwer zu schlagen sein wird

Das schnellste Trio hat sich beim 606-Seemeilen-Klassiker Rolex Middle Sea Race einen packenden Dreikampf geliefert. Gewonnen hat ihn mit fabelhaftem Endspurt der rasende Maxi "Comanche". Lohn der Mühe: ein neuer Rennrekord von nur 40 Stunden, 17 Minuten und 50 Sekunden. Damit wurde der bestehende Rekord um sagenhafte siebeneinhalb Stunden unterboten. Die neue Bestmarke – da sind sich die Experten einig – dürfte auf absehbare Zeit nur schwer zu schlagen sein. In den Händen von Skipper Mitch Booth und einer erfahrenen internationalen Profi-Crew setzte sich das "Comanche"-Team gegen die mitfavorisierte Konkurrentin "Skorpios" und George Davids "Rambler" durch.

"Skorpios" hatte das Rennen angeführt, bis ihr Team in einem von einer riesigen Regenwolke verursachten Windloch steckenblieb. Das berichtete der frühere Volvo-Ocean-Race-Segler Neil McDonald als Teil der Crew um den Spanier Fernando Echevarri: "Das hat uns 30 Seemeilen gekostet. Wir sind mit einem Vorsprung von zwölf Seemeilen vor ihnen (Red.: "Comanche") da reingegangen und mit sieben, acht Seemeilen hinter ihnen wieder raus, aus denen schnell 20 wurden. Es war demütigend! Wir flatterten da umher und stoppten. Ich habe 0,01 Knoten gesehen…"

Rolex/Kurt Arrigo Nach dem Stolperer in einem Windloch im Kampf um den Sieg noch abgefangen: die ClubSwan 125 "Skorpios"

Die "Comanche"-Crew konnte die östlich geparkte ClubSwan 125 mit spielerischer Leichtigkeit überholen. "Wir dachten dann, dass es für den verbleibenden Abschnitt bis ins Ziel besser wäre, sie zu decken, aber als die Brise wieder auffrischte, konnten wir unseren Vorsprung noch ausbauen", berichtet "Comanche"-Koordinator Mitch Booth. Mit von der über weite Phasen druckvollen Partie, bei der auf "Comanche" zwei Spinnaker zerbarsten, darunter einer nach einem nicht ungefährlichen Sonnenschuss, war erstmals auch der australische Überflieger Tom Slingsby. Der Laser-Olympiasieger, America's-Cup-Gewinner, aktuelle Motten-Weltmeister und SailGP-Dominator hat seine Premiere auf dem siegreichen Boot genossen: "Ich habe es geliebt, bei diesem Middle Sea Race Teil der Crew auf 'Comanche' zu sein! Wir haben die Line Honors geholt und den Rennrekord gebrochen. Ich habe dieses Boot über die Jahre mit Ehrfurcht beobachtet. Ich war begeistert, dass ich nun die Möglichkeit hatte, sie selbst zu segeln. Es ist ein großartiges Boot mit einer super Crew!" Während das Rennen für die kleineren Boote noch läuft, führt die neue Rekordhalterin "Comanche" auch die IRC-Wertung nach berechneter Zeit an. Hier lag Maximilian Klinks Botin 52 "Caro" am Dienstagmorgen auf Platz acht.

Rolex/Kurt Arrigo Platz drei im Kampf um die Einrumpf-Line-Honors holte George Davids "Rambler", die das Rennen in den Vorjahren bereits fünfmal als schnellste Yacht absolvieren konnte

Insgesamt bestreiten 114 Yachten aus 25 Nationen in diesem Jahr die beliebte Langstrecke. Geschlagen wurde auch der Mehrrumpf-Rekord. Die neue Bestmarke hatte sich Jason Carrolls MOD70 "Argo" mit nur 33 Stunden, 29 Minuten und 28 Sekunden bereits am Wochenende gesichert und damit den bestehenden Rekord um rund 23 Stunden unterboten. An dem vom Royal Malta Yacht Club seit 1968 ausgetragenen Rennen haben in diesem Jahr auch sechs deutsche Boote teilgenommen. Hier geht es zur Starterliste (bitte anklicken!) . Und hier geht es zu den Zwischenständen und Ergebnissen (bitte anklicken!) .

Rolex/Kurt Arrigo Die neue Mehrrumpf-Rekordhalterin "Argo"


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Themen: Rolex Middle Sea Race

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