Mini-Transat 2021
Bruch nach stürmischem Biskaya-Auftakt

Wind bis 30 Knoten und starker Seegang haben die Mini-Segler auf eine erste Belastungsprobe gestellt. Lennart Burke hat offenbar Probleme und fiel stark zurück

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 29.09.2021
Kurz nach dem Start liegen die Boote noch dicht beieinander Kurz nach dem Start liegen die Boote noch dicht beieinander Kurz nach dem Start liegen die Boote noch dicht beieinander

© Vincent Olivaud Kurz nach dem Start liegen die Boote noch dicht beieinander

Das Mini-Transat wird seinem Ruf gerecht, es ist schon auf den ersten Meilen eine Herausforderung. Mehrere Boote haben bereits technische Probleme an Bord, darunter auch die deutschen Segler.

Bruch auf der Biskaya nach stürmischer Nacht

In der zweiten Nacht der Regatta, in den Stunden von Dienstag auf Mittwoch, machte eine Front mit Böen bis 30 Knoten und starkem Seegang auf der Biskaya dem Feld zu schaffen. Auf dem Proto Nr. 436 des Franzosen Franck Lauvray brach sogar der Mast. Der Skipper versucht ein Notrigg zu stellen, Begleitboote sind laut Veranstalter in seiner Nähe. Probleme mit dem Ruderquadranten hatte Antoine Bos. Der Autopilot versagte gleich auf vier Booten.

Probleme bei Burke und Siewert

Auch die Deutschen blieben nicht verschont: Auf Lennart Burkes „Vorpommern“ ist laut Wettfahrtleitung der Bugkorb gebrochen. Ob dies stimmt, ist allerdings offen. Fest steht, dass der 23-Jährige offenbar Probleme hat und von einer sehr guten Position nach dem Start auf den aktuell 48. Platz zurückfiel.

© Vincent Olivaud Burke kurz nach seinem guten Start

Melwin Fink segelt aktuell auf Position 20 bei den Serienbooten, Christian Kargl nur wenige Meilen entfernt auf Platz 17.

Auch bei Marc Eric Siewert gibt es Probleme an Bord: Sein Tracker meldet offenbar nicht mehr. Die Rennleitung arbeitet daran, ihn mit einem neuen Tracker auszustatten.

© Vincent Olivaud Siewert mit Kurs Kanaren

Lina Rixgens befindet sich im Hauptfeld der Boote, derzeit auf Platz 19 bei den Protos.

Vorentscheidung am Kap Finisterre

Seit Mittwochmorgen haben sich die Bedingungen verbessert. Mit nachlassendem Nordwestwind segelt das sich auseinanderziehende Feld aktuell auf das Kap Finisterre im Nordwesten Spaniens zu. Es gilt schnell zu sein, um einer Hochdruckzone zu entgehen, die sich vor der spanischen Küste ausbreitet. Die im Westen segelnden Boote sind dabei aktuell im Vorteil.

minitransat.geovoile.com Das Feld am zweiten Tag auf der Biskaya kurz vor Spanien

Die führenden Boote werden voraussichtlich schon am frühen Donnerstagmorgen Kap Finisterre passieren und damit die Biskaya und das europäische Festland hinter sich lassen. Bevor sie jedoch direkten Kurs auf die Kanaren nehmen können, muss noch die Zone zwischen der Küste und dem Verkehrstrennungsgebiet vor dem Kap durchsegelt werden. Die Boote, die dies rechtzeitig vor dem Aufzug einer neuen Front mit Gegenwind schaffen, werden sich vermutlich vom Rest des Feldes absetzen können.

Aktuell rechnen die Veranstalter mit der Ankunft der schnellsten Segler bereits in fünf Tagen – mit möglicherweise vier Tagen Vorsprung auf die Nachzügler. Bisher wird an La Palma festgehalten.

Das Ranking am Mittwoch, 29. September, 18 Uhr

Serienboote:

1. Hugo Dhallenne (Nr. 979, Frankreich)

2. Basile Bourgnon (Nr. 975, Frankreich)

3. Alberto Riva, (Nr. 993, Italien)

Prototypen:

1. Pierre Le Roy (Nr. 1019, Frankreich)

2. Tanguy Bouroullec (Nr. 969, Frankreich)

3. Fabio Muzzolini (Nr. 945, Frankreich)

Hier geht's zum Tracker.


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Themen: BiskayaLennart BurkeMini-TransatMini-Transat 2021

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