358 Boote in die 10. Silverrudder-Edition gestartet
Das Solo-Abenteuer für Titeljäger und Traumfänger läuft

Die Jubiläumsauflage des dänischen Klassikers rund Fünen hat begonnen. Am Freitag hat die Wettfahrtleitung die sieben Grupen der Flotte auf den Kurs geschickt

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 17.09.2021
Nacheinander hat das Team vom gastgebenden Svendborg Amatør Sejlklub die Silverrudder-Gruppen vor Svendborg auf die Bahn geschickt Nacheinander hat das Team vom gastgebenden Svendborg Amatør Sejlklub die Silverrudder-Gruppen vor Svendborg auf die Bahn geschickt Nacheinander hat das Team vom gastgebenden Svendborg Amatør Sejlklub die Silverrudder-Gruppen vor Svendborg auf die Bahn geschickt

Karolina Meyer-Schilf Nacheinander hat das Team vom gastgebenden Svendborg Amatør Sejlklub die Silverrudder-Gruppen vor Svendborg auf die Bahn geschickt

Die zehnte Jubiläumsauflage der Silverrudders läuft. Aus 14 Startern im Premierenjahr 2021 sind inzwischen 359 Boote geworden, die rund Fünen um Titel und Solo-Träume segeln. Der erste Startschuss fiel am Freitagmorgen um 10 Uhr für die Kielboote der Division "Mini", in der auch die olympische 49erFX-Silbermedaillengewinnerin Susann "Sanni" Beucke ihren ersten Soloeinsatz im Silverrudder feiert. Bei moderaten Winden und Gegenstrom hat die Mehrheit der Teilnehmer die Startlinie mit einigem konservativen Respekt erst deutlich nach den Startschüssen gekreuzt. Größere Startdramen blieben zunächst aus, wenn auch einige Skipper leichte Grundberührungen zu beklagen hatten. Susann Beucke kreuzte auf ihrer kleinen Seascape 18/Beneteau First 18 SE am frühen Freitagnachmittag als 37. im Feld der kleinsten Boote mit Kurs auf die Storebælt-Brücke die süddänische Küste hinauf. Beucke wusste vor ihrem Einsatz: "Es wird eine riesige Herausforderung, aber ich freue mich sehr darauf." Das Feld der Mini-Kielboote führten viereinhalb Stunden nach dem Start zwei Melges-24-Skipper an: Der Däne Jørgen Mohr Ernst und seine "Bølge Baronessen" lagen in dieser Anfangsphase knapp vor dem co-favorisierten Anders Bastiansen mit der "Bostik Bad Boys". Der Deutsch-Däne Bastiansen ist in besonderer Mission unterwegs: Er hat das Silverrudder vor der laufenden Edition bereits in allen Divisionen einmal bestritten. Nur der Start bei den Mini-Kielbooten fehlte noch. Der läuft jetzt.

tati Kommentatoren-Trio zum Start: Silverrudder-Motor Philip Cossen, Seascape-Gründer Andraz Mihelin und YACHT-Chefredakteur Jochen Rieker

Karolina Meyer-Schilf Susann Beucke mit ihrer Seascape 18 nach dem Start in ihre erste Solo-Regatta

Im Feld der Kielboote Small haben sich umgehend die beiden Top-Favoriten an die Spitze gesetzt. Oliver Schmidt-Rybandt übernahm auf seiner Dehler 30 OD direkt die Führung vor seinem stärksten Herausforderer Max Gurgel mit der "Play Harder" – ebenfalls eine Dehler 30 OD. Als Dritter hat Dirk Manno mit seiner "100-MannOMann" das Rennen rund Fünen nach auffällig gutem Start ebenfalls stark eröffnet. Auch in der Kielboot-Klasse Medium hatten die Favoriten schnell die Bugspitze vorne. Jan B. Hansens Beneteau Figaro 2 "The Beast", Tomasz Odziobas "Black Caravela" und Jonas Halbergs "Hinden" bildeten zunächst das Top-Trio. Hinter Jonas Johansens JPK 10.30 "Belauga" haben sich Rasmus Töpsch mit der JPK 10.30 "Sharifa" und Michael Hoefgen mit seiner JPK 10.30 "Lightworks" auf den Plätzen fünf und sechs eine gute Ausgangsposition für den weiteren Rennverlauf geschaffen. Zeitgleich wurde Wolfram Heibeck mit seiner bekannten Open 40 "Black Maggy" seiner Favoritenrolle in der Division Kielboote Large in der Anfangsphase des Abenteuers rund Fünen ebenso gerecht wie Jan Møller auf seinem German-Frers-39-Einzelbau "Dream on" bei den XL-Kielbooten. Jan Andersens "Black Marlin" und Peter Langs "Diam 24" übernahmen vorerst das Kommando bei den Mehrrumpf-Booten in den Gruppen Large und Small.

tati VORHER: Der Hafen von Svendborg ist vor dem Silverrudder-Start so voll, dass man ihn fast trockenen Fußes überqueren kann

tati NACHHER: der Hafen von Svendborg ist nach den sieben Starts zum 10. Silverrudder vorerst wieder leer

Für Tobias Eichenauer auf der Sigma "Kwatscheule" war das Rennen viel zu schnell vorbei. Der Skipper verlor seinen Mast bereits am Freitagmittag. Andere wie der in Klasse Medium co-favorisierte Schwede Per Svanberg konnte nach so unglücklichem wie irreparablem Bruch an Bord seiner Fareast 31R GRP am Vortag der Regatta erst gar nicht antreten. Die schnellsten Boote werden ab Samstagmorgen bereits im aktuell leeren Hafen von Svendborg zurückerwartet. Zum Tracker mit den Zwischenständen geht es hier (bitte anklicken!) .

Mikkel Groth Musste nach seinem frühen Mastbruch aufgeben: Tobias Eichenauer mit der "Kwatscheule"


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Themen: Silverrudder

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