RegattaDie Kieler Woche wird umgebaut

Ricarda Richter

 · 24.08.2015

Regatta: Die Kieler Woche wird umgebautFoto: KiWo/www.segel-bilder.de

Wegen zuletzt schwacher Teilnehmerzahlen in den olympischen Klassen wird ab 2016 nach einem neuen Zeitplan mit passenderen Terminen gesegelt

Gerade einmal sechs Teams gingen im Juni im 470er der Frauen bei der Kieler Woche an den Start – diese schwache Resonanz war kennzeichnend für das allgemein dezente Interesse der olympischen Spitzensegler an der diesjährigen Kieler Woche. Das hat einerseits mit dem Verlust des Weltcup-Status vor drei Jahren zu tun, andererseits kollidierte der Termin mit zahlreichen internationalen Titelkämpfen. Nun haben die Veranstalter reagiert.

Um möglichst wenig mit anderen Veranstaltungen ins Gehege zu kommen, werden die internationalen Klassen nunmehr den Auftakt machen und die erste Hälfte der Kieler Woche bestreiten. Die olympischen Klassen bestimmen dann den zweiten Teil des Großereignisses. Der Wechseltag verschiebt sich damit um einen nach vorne auf Dienstag.

Die Segler selbst hatten den Anstoß zu der Umstrukturierung gegeben. Martje Uecker vom Regattasekretariat des Kieler Yacht-Clubs sieht noch einen weiteren Vorteil: Die Hafenbelegung werde sich künftig wohl entspannen, es könne mehr Rücksicht auf die Liegeplatzinhaber genommen werden. Ein positiver Nebeneffekt der Veränderungen sei, dass das Medal Race der olympischen Klassen nun am zweiten Sonntag ausgetragen werde und dadurch mehr Publikum Zeit habe, dieses Ereignis zu verfolgen, so Uecker.

Auch für die ORC-Yachten gibt es eine Terminverschiebung. Der Senatspreis wurde von Samstag auf Donnerstag verlegt. Die Langstreckenregatta Silbernes Band rund Langeland kann dadurch jetzt erstmals am Wochenende stattfinden.