Nordseewoche"Wie ein nass gewordener Turnschuh"

Nordseewoche

 · 18.05.2013

Nordseewoche: "Wie ein nass gewordener Turnschuh"Foto: stockmaritime

Sechs Wettfahrten mit fünf Startorten und zwei Zielen, dazu vier Zubringer-Wettfahrten und zwei Wettfahren der Early Bird Series

Die Zubringer-Wettfahrt von Cuxhaven nach Helgoland, der Minox-Cup, wurde von leichten, drehenden Winden geprägt. Nebelschwaden erschwerten auch bei dieser Wettfahrt wieder die Navigation. Erstes Schiff im Ziel war die "Haspa Hamburg", die JV 52 des Hamburgischen Verein Seefahrt e.V.

In der Wettfahrt Wilhelmshaven–Helgoland trieben sich die beiden X-79 zu gegenseitigem Erfolg in der Gruppe ORC-Club: mit nur vier Minuten Abstand gingen "Circus Maximus" und "Frechdax" nach über fünf Stunden Segelzeit ins Ziel vor Helgoland und belegten auch in der Gesamtwertung Platz eins und zwei. Auch die anderen beiden Zubringer-Wettfahrten von Bremerhaven und Hallig Hooge zeichneten sich durch navigatorisch anspruchsvolle Navigation bei oft sehr schlechter Sicht aus.

"Das Wetter ist dieses Jahr wie ein nass gewordener Turnschuh, mit dem ich nicht weiß, was ich damit machen soll", sagte Hinrich Franck, der langjährige Fotograf der Nordseewoche. Er macht das Beste aus der Situation und fand trotz grauem Wetter spannende Motive: "Die Segler trotzten den Widrigkeiten und boten spannende Wettkämpfe."

Parallel starteten vor Helgoland die Segler, die mit der Sundowner-Wettfahrt in der vorherigen Nacht auf Helgoland eingetroffen waren, um zwölf Uhr zur ersten Wettfahrt vor der Insel, der Hummer 1, die die zweite Wettfahrt der Early Bird Series darstellt. Auch diese Wettfahrt wurde immer wieder von Nebelschwaden durchzogen.

"Die schnell wechselnden Windstärken, die sehr unterschiedlichen Wellenverhältnisse fordern die Segler in diesem Jahr besonders", sagte Stefan Lehnert, oberster Wettfahrtleiter der Nordseewoche. "Man merkt an den Ergebnissen, wer sich mit dem Revier gut auskennt."

Während der Wettfahrt Hummer 2 schlief der Wind ein. Einige Teilnehmer bleiben in einem Windloch liegen und wurden von dem kenternden Strom zurückgetrieben, bis der von der Insel her einsetzende Wind auch sie erreichte. In dieser Wettfahrt wurde das Ziel direkt vor der Mole am Südhafen ausgelegt, damit die Segler einen kurzen Weg in den Hafen hatten. Gegen 17 Uhr waren alle Yachten im Hafen fest.

Entschädigt wurden die Sportler durch die boot-Düsseldorf-Regattaparty in der Nordseehalle, dort, wo das geballte Seglerleben zusammenprallt und bis in den späten Morgen gefeiert wird.