Liebe Leserinnen und Leser,
die Veränderungen sind spürbar: Die Tage werden merklich länger, die Vögel zwitschern morgens wieder munter und im Garten wagen sich die ersten zarten Blüten hervor und künden zögerlich den nahenden Frühling an. Und; wenn sich am Bodensee der allgegenwärtige Hochnebel gelegentlich auch mal lichtet und der Sonne Raum gibt, kann man sogar lässig im T-Shirt vor dem Haus am Boot rumfummeln – ohne sich gleich den Tod zu holen. Die Zeichen sind klar, der Lenz naht mit großen Schritten. Endlich! Die düsteren, kalten Tage weichen allmählich, und die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang wächst derzeit täglich um fast vier Minuten. Herrlich!
Ich freue mich auf diese Zeit wie ein Kind auf Weihnachten. Winterjacken rein in den Kasten, Segelklamotten und kurze Hosen raus aus dem Kasten. Und sich dabei Gedanken machen, wie die Saison zu planen ist. Bereits sind die ersten Regatten ausgeschrieben. Und, Training ist angesagt, um auch sportlich auf Betriebstemperatur zu kommen. Zudem gibt es auch an den eigenen Booten noch reichlich zu tun, bevor es wieder losgehen kann. Ich bin schon ganz aufgeregt – wie jedes Jahr um diese Zeit.
Soweit zur Kür. Und was macht die Pflicht? Auch der berufliche Alltag als Testredakteur der YACHT ist derzeit geprägt von Vorfreude und Aufregung. Besonders in diesem Jahr erwarten uns zahlreiche interessante Neuvorstellungen. Dies wurde bereits auf der Messe boot in Düsseldorf deutlich, wo viele innovative Neubauprojekte mit außergewöhnlichen Konzepten, mutigem Design und kreativen Lösungen für Aufsehen sorgten.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist die neue Wauquiez 55, welche in Düsseldorf bald zum Gesprächsthema Nummer eins geworden ist. Ob ihr innovatives Konzept den hohen Erwartungen gerecht wird, bleibt abzuwarten. Wir werden es so bald wie möglich ausprobieren. Aber auch andere Werften wagen sich auf neues Terrain. Saffier Yachts aus den Niederlanden, bisher bekannt für ihre smarten Daysailer und Weekender, präsentiert für 2025 erstmals einen großen Luxuskreuzer mit 46 Fuß Rumpflänge und erschließt damit eine komplett neue Marktlinie. Die Italiener von Cantiere del Pardo gehen den entgegengesetzten Weg und bringen mit der Grand Soleil Blue einen echten Weekender als Novum für die Marke und gleichzeitig das bisher kleinste Boot in ihrem Portfolio. Selbstbewusst zeigt sich zudem auch X-Yachts aus Dänemark: Die Werft hat in den letzten Jahren viel in die Entwicklung der neuen XR 41 investiert. Der spannende Racer soll schon dieses Jahr zum großen Abräumer auf den Regattabahnen werden.
Das sind freilich nur einige wenige Beispiele von ganz vielen. Klar ist; die Welt der Segelboote und Yachten steht vor einem besonders aufregenden Jahr voller Innovationen und neuer Trends. Wie ich finde, zeigen diese Entwicklungen, dass die Branche insgesamt immer noch voller Dynamik und Innovationskraft steckt. Mutige Reformen und neue Marktstrategien beweisen, dass es auch in den aktuellen, wirtschaftlich herausfordernden Zeiten weiter vorangeht.
Es scheint mir ein gutes Zeichen zu sein, dass der Fortschritt in der Yachtbau-Industrie aktuell im Speziellen von vielen kleineren oder mittelgroßen Werften getragen wird, während die großen seriellen Hersteller aktuell hingegen eher zum Stillstand neigen. Marken, die auf Fortschritt und Qualität setzen, können von diesen Beispielen lernen und sich inspirieren lassen. Es ist wohl ein klares Zeichen, dass es sich lohnt, in Kreativität und technologische Entwicklung zu investieren.
YACHT-Redakteur
BSH-Abteilungsleiter Thomas Dehling im YACHT-Interview: Die frei verfügbaren Open-Data-Seekarten des BSH sind nicht für Navigation gedacht. Auch Seezeichen nicht garantiert aktuell.
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