Dr. Jan-Claas Freienstein, 43, Sprachwissenschaftler an der Universität Augsburg, stammt aus Heiligenhafen, wo auch sein Boot liegt. Und dort an der Ostsee kam er auf eine Idee – die Erforschung von Yachtnamen. Diese sehr interessante Studie und ihre Ergebnisse stellen wir Ihnen in der neuen YACHT vor.
Zunächst einmal hält Dr. Freienstein es für „bemerkenswert“, dass Yachten überhaupt Namen haben. „Der Zweck der eindeutigen Identifikation“, sagt er, „lässt sich ja auch durch ein Ziffern- oder Buchstabensystem herstellen.“ Heißt: Ein Kennzeichen wie bei einem Pkw würde dafür vollauf genügen. Es muss also mehr hinter der Namensgebung für ein Boot stecken – und tatsächlich gehört immer auch eine Geschichte dazu.
Darüber hinaus aber erfüllt ein Name eine Funktion: Er erhebt das Serienprodukt Segelyacht zu einem Unikat. Erst der Name macht es unverwechselbar.
Nun sind solche Bezeichnungen naturgemäß Moden unterworfen. Ehefrauen-Namen zum Beispiel, so hat Freienstein herausgefunden, spielen im Gegensatz zu früher heute eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Warum das so ist und welche Namen derzeit warum "in" und "out" sind, erklärt der Wissenschaftler im neuen Heft.
Zudem hat der Deutsche Segler-Verband auf Anfrage der YACHT einmal sein Register durchflöht – und einen Allerweltsnamen als mit weitem Abstand beliebtesten ausgemacht: „Albatros“. Warum das wenig Originelle solcher Bootsnamen durchaus von Vorteil sein kann, erfahren Sie ebenfalls in der aktuellen Ausgabe der YACHT.