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Pascal Schürmann

 · 02.03.2006

alle News: Geheimnisvolle Schiffsnamen

Augsburger Wissenschaftler will herausfinden, warum Boote so heißen, wie sie heißen. YACHT-Leser können an dem Projekt teilnehmen

Ob "Lisa", "Windsbraut", "Joker" oder "Sonnenschein" – Bootsnamen sind so individuell wie ihre Urheber. Doch woran orientieren sich Segler eigentlich bei der Suche nach der passenden Bezeichnung fürs Schiff? Genau diese Frage soll nun erstmals grundlegend wissenschaftlich erforscht werden.

Auch die YACHT hat sich in der Vergangenheit dem Thema des Öfteren gewidmet. Dabei ging es jedoch stets nur darum, die Vielfalt der Ideen für Schiffsnamen darzustellen. Nun hat sich Dr. Jan Claas Freienstein vorgenommen, der Sache mit wissenschaftlich fundierten Methoden auf den Grund zu gehen.

Freienstein ist Assistent am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg. Um mehr über die Art und Weise der Ideenfindung und des Entscheidungsprozesses im Rahmen der Namensfindung zu erfahren, hat er einen speziellen Fragebogen entwickelt. Darin werden neben allgemeinen Schiffsdaten vor allem die Beweggründe erhoben, die den Ausschlag für einen bestimmten Namen gaben. Daneben widmen sich weitere Fragen der Schiffstaufe. Claas möchte herausfinden, nach welchen Zeremonien sich Segler dabei richten.

Damit das Projekt aussagekräftige Ergebnisse liefert, ist Freienstein auf die Mithilfe möglichst vieler Bootseigner angewiesen. Den Fragebogen hat er für jedermann zugänglich ins Internet gestellt. Die Adresse lautet:

Die Beantwortung der Fragen nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Wer mitmacht, hat die Möglichkeit,unter anderem seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen, die mit dem Namen seines Schiffes einhergeht.

Über die Ergebnisse sowie die spannendsten Geschichten wird die YACHT ausführlich berichten, sobald die Auswertung der Daten abgeschlossen ist.

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