Kieler Woche"Back to basics": Kieler Woche will Segelsport pur feiern

Tatjana Pokorny

 · 22.04.2020

Kieler Woche: "Back to basics": Kieler Woche will Segelsport pur feiernFoto: www.segel-bilder.de / Kieler Woche

Die Veranstalter halten an der auf September verschobenen Kieler Woche fest. Oberbürgermeister Kämpfer will das historische Fundament in den Mittelpunkt rücken

Ohne großes Volksfest, Partys oder Budenzauber: Die Kieler Woche soll 2020 im Zeichen ihrer Wurzeln stehen. "In diesem Jahr heißt es 'back to basics' und 'Segeln plus X", erklärt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer das in Corona-Zeiten geschrumpfte Konzept, das die 126. Kieler Woche vor der Absage bewahren soll. In der Zeit vom 5. bis zum 13. September soll allein der Segelsport im Mittelpunkt der weltgrößten Regattawoche stehen. Das klassische große Landprogramm muss aus Sicherheitsgründen entfallen. Event-Areale und große Bühnen kann und wird es nicht geben.

  Nach dem nicht unumstrittenen ersten "Piraten"-Plakat für die Kieler Woche 2020 vom Schweizer Künstler Jiri Oplatek wird sein neuer Entwurf in den sozialen Netzwerken sehr gelobt. In Zeiten der Corona-Pandemie zeigt das Motiv, was in der Krise zählt: Zusammenhalt!Foto: Kieler Woche
Nach dem nicht unumstrittenen ersten "Piraten"-Plakat für die Kieler Woche 2020 vom Schweizer Künstler Jiri Oplatek wird sein neuer Entwurf in den sozialen Netzwerken sehr gelobt. In Zeiten der Corona-Pandemie zeigt das Motiv, was in der Krise zählt: Zusammenhalt!

Die Verschiebung hatten die Organisatoren bereits zu einem frühen Zeitpunkt im März angekündigt. Ob in knapp fünf Monaten minimale kulturelle Angebote oder kleinere Veranstaltungen im Rahmen der Kieler Woche möglich sein werden, wollen die Macher abwarten. Bis auf Weiteres planen sie mit Segelsport pur.

  Der Plan für die auf September verschobene Kieler Woche 2020: Sport purFoto: Sascha Klahn / Kieler Woche
Der Plan für die auf September verschobene Kieler Woche 2020: Sport pur
  Kiels Oberbürgermeister Ulf KämpferFoto: LH Kiel/Weide
Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer

Kämpfer sagt: "Die Corona-Pandemie wird uns alle noch viele Monate beschäftigen. Wir sind überzeugt, dass es Anfang September leider noch nicht möglich sein wird, mit vielen Menschen ausgelassen zu feiern." Eine Absage der Kieler Woche sei aber derzeit nicht geplant. Kämpfer sagt: "Wir wollen den Segelsport – und damit das historische Fundament der Kieler Woche – als Signal in den Mittelpunkt rücken. Und wir wollen schauen, was wir den Kielerinnen und Kielern darüber hinaus bieten können."

  Kieler-Woche-Sportchef Dirk RamhorstFoto: tati
Kieler-Woche-Sportchef Dirk Ramhorst

Der sportliche Organisationsleiter Dirk Ramhorst sagte: "Wir werden einer angemessenen Zahl von Seglerinnen und Seglern die Möglichkeit geben, in gewohntem Umfang die Kieler Woche zu segeln. Die Beachtung von Vorschriften und Maßnahmen zu Umgang und Hygiene ist dabei selbstverständlich. Eins zu eins können die Regatten nicht wie im Juni durchgeführt werden. Da sind jetzt Flexibilität und neue Ideen gefragt." Auf besonders beliebte Klassen könnte eine Beschränkung der Meldezahlen zukommen. Im Gespräch sind die Organisatoren auch mit mehreren Klassenvereinigungen darüber, möglicherweise im Rahmen der Kieler Woche zuvor entfallene nationale oder internationale Meisterschaften nachzuholen. Sicher ist: Das Veranstaltungsgelände im Olympia-Zentrum Kiel-Schilksee wird in diesem Jahr – so die Kieler Woche wie geplant im September steigen kann – nicht auf Besucher, sondern allein auf den Segelsport ausgerichtet sein.