Europas Yachten des JahresWas die Jury zu den Siegern sagt – Teil 3: Hallberg-Rassy 50

YACHT Online

 · 26.01.2022

Europas Yachten des Jahres: Was die Jury zu den Siegern sagt – Teil 3: Hallberg-Rassy 50Foto: Hallberg-Rassy/L. FRUCHAUD
Schöne, zudem schnelle Linien, ein schlank und übergangslos ins Deck integrierter Bugspriet und ein Segelplan samt Kohlefaser-Rigg für den Preis einer 40-Fuß-Großserienyacht – wer da nicht ins Schwärmen kommt, hat keine Gefühle

Sie war klarer Favorit unserer Leserwahl. Und auch die Fachjuroren sahen die Hallberg-Rassy 50 gegen sehr starke Konkurrentinnen vorn

Also ja: Da kann Sozialneid aufkommen! Keine der Kandidatinnen in der Kategorie der Luxusyachten kostet in der zum Test angetretenen Version unter einer Million Euro (1.000.000 ...). Man könnte die Gruppe also auch in Traumyachten umbenennen, denn das sind sie ausnahmslos alle, wenn auch mit unterschiedlichen Ausprägungen. Hier nochmal die Nominierten:

  • Hallberg-Rassy 50 – die Ausgewogene
  • Jeanneau Yachts 60 – die Innovative
  • Lagoon 55 – das Raumschiff
  • Swan 58 – die Edle
  • X 5.6 – die Vielseitige

Dass die von Germán Frers gezeichnete Schwedin die begehrte Trophäe einheimste, lag sicher nicht an der alphabetischen Ordnung. Und auch die Leserwahl auf YACHT online, die sie mit rund 600 Stimmen Vorsprung klar für sich entschied, hatte keinen Einfluss auf das Urteil der Fachjury.

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  Beliebt bei den YACHT-Lesern – das Ergebnis der Wahl auf YACHT online, das freilich keinen Einfluss hat auf die Entscheidung der FachjuryFoto: YACHT online
Beliebt bei den YACHT-Lesern – das Ergebnis der Wahl auf YACHT online, das freilich keinen Einfluss hat auf die Entscheidung der Fachjury

Aber lassen wir die Chefredakteure und Testchefs von Europas führenden Segelmagazinen doch einfach selbst erklären, was sie an der HR 50 am meisten beeindruckte:

Axel-Nissen-Lie von der norwegischen Segelzeitschrift "Seilmagasinet" sagt:

"Magnus Rassy hat mit seinem Newcomer aus Ellös das meiste richtig gemacht: schwimmender Luxus, der bei jedem Wetter funktioniert. Es ist nur schade, dass diese Art von Qualität so viel kostet. Ich hatte das Glück, das Boot bei Sonne, Hitze und leichtem Wind in Frankreich zu segeln, aber auch bei hartem Wetter in der Winterkälte in Schweden. Ein guter Blauwasserkreuzer sollte unter allen Bedingungen funktionieren, und das tut die neue 50-Fuß-Yacht von Hallberg-Rassy auch. Es ist ihnen gelungen, ein modernes Boot zu schaffen, ohne auf gut funktionierende Lösungen zu verzichten."

Lori Schüpbach von "marina.CH" aus der Schweiz kam zu diesem Fazit:

"Die neue Hallberg-Rassy 50 überzeugt mit den gewohnten Tugenden und überrascht gleichzeitig mit diversen radikalen Anpassungen. Der Carbonmast mit den schwarzen Laminatsegeln ist ein echter Hingucker. Dieses Upgrade ist nicht ganz billig, aber es zeigt, dass Hallberg-Rassy in Sachen Ausstattung und Komfort einen Schritt weiter geht als die Konkurrenz. Beeindruckend ist auch das Volumen unter Deck – ohne Abstriche bei der Optik wird die Breite des Bootes bis zum Heck ausgenutzt."

YACHT-Chefredakteur Jochen Rieker schreibt in seiner Begründung der Wahl:

"Oh, was für eine Freude! In einer abflauenden Brise glitt diese erstklassige Yacht vom Typ 'Hotel am Meer' lautlos dahin und erzeugte einfach ihren eigenen Wind. Mit ihrem 25 Meter hohen Rollmast aus Karbon und einem Satz feiner Epex-Segel, darunter ein fantastischer, elektrisch rollbarer Code Zero, blieb die Hallberg-Rassy 50 auf der glasigen Biskaya vor La Rochelle in Bewegung, als andere bereits ins Stocken gerieten. Während ihre Schwerwetter-Talente zu erwarten waren, sorgte ihre Agilität bei Leichtwind für einen von mehreren Aha-Effekten, die das Frers-Design bei der nicht so leicht zu beeindruckenden Jury hervorrief. Die großartigen Rumpflinien, die herausragende Ergonomie, die geräumigen Kabinen und die grundsolide schwedische Bauqualität machen die HR 50 zu einem universell einsetzbaren Boot. Was auch immer Ihr Programm ist - die HR 50 wird nahezu perfekt dazu passen."

Morten Brandt-Rasmussen vom dänischen Bådmagasinet sagt:

"Hallberg-Rassy liefert mit der 50 ein Boot, das voller richtigen Entscheidungen ist. Mit der Größe von 50 Fuß gibt es genug Platz im Cockpit, an Deck und unter Deck, um die Qualitäten der schwedischen Werft wirklich zu präsentieren. Die Eignerkabine, die Kombüse, der Salon, das Cockpit, die Teile und Komponenten - alles scheint einfach die richtige Wahl zu sein. Das Boot segelt wirklich gut und die Druckknopf-Funktionalität, das Rigg und das Segeldesign sind nahezu makellos."

Wenn Sie mher wissen wollen über Europas Yachten des Jahres, dann finden Sie hier die bisher schon vorgestellten Titelträger (einfach auf die jeweilige Zeile klicken!):

Morgen präsentieren wir an dieser Stelle die Saffier SE 33 Life, die in der Klasse der Besonderen Boote das Rennen machte. Und den umfassenden Bericht über alle Nominierten und Gewinner lesen Sie in YACHT 4 – vom Wochenenede an bei den Abonnenten, ab Mittwoch kommender Woche im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder direkt im Delius-Klasing-Shop bestellen (bitte klicken!)

Leichtwind-Booster. Der von einem unsichtbar in den Bugspriet integrierten Furler wegrollbare Code-Zero von Elvstrømließ die Hallberg-Rassy 50 noch laufen, wenn andere schon einparkten
Foto: YACHT/Andreas Lindlahr

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