Die deutsche Offshore Szene ist klein – vor allem, wenn man sie mit der in Frankreich vergleicht. Mini 6.50-, Class 30- oder Figaro-Klasse – egal ob einhand oder zweihand gesegelt - sind dort feste Größen, die Regattafelder opulent gefüllt.
Umso engagierter und aufstrebender ist der deutsche Nachwuchs. Auf der boot 2026 in Düsseldorf präsentieren sich die Offshore-Aspiranten des Landes in Halle 15. Mit einem gemeinsamen Stand liefern sie Einblicke in die Szene.
Anders als auf bisherigen Messen, wo einzelne Segler verstreut auftraten, bündelt der Stand mehrere Projekte an einem Ort. Damit wollen die Verantwortlichen den wachsenden Bedarf nach Austausch und Sichtbarkeit in der deutschen Offshore-Szene bedienen.
Dieser ist bislang stark auf große Yachten und küstennahes Segeln ausgerichtet. Für Messebesucher der boot 2026 entsteht so ein zentraler Anlaufpunkt, um die Szene des sportlichen Hochseesegelns kennenzulernen.
Mit dabei sind viele derer, die an großen Offshore-Projekten teilgenommen haben oder eben das Planen:
Einer, der in letzter Zeit mit besonderen Offshore-Abenteuern auf sich aufmerksam machte, ist Nicolas Manthos. Der aus Stuttgart stammende Einhandsegler lernte während der Corona-Pandemie das Segeln. Wenig später überquerte er mit einem 18-Fuß Boot den Atlantik und 2025 brach er mit seiner Class 40 “Cheekytatoo” den Solo-Rund-Island Rekord. 2026 soll das nächste Abenteuer folgen – das World Star Race, eine Nonstop-Einhand-Weltumseglung.
Von sich reden machte auch Hendrik Lenz. Der Düsseldorfer segelte 2025 auf seiner Mini 6.50 "Monoka" als bester Deutscher durchs Ziel – in der Serienwertung des Mini-Transat. Auch bei anderen hart umkämpften Mini-Rennen kämpfte er sich auf die vorderen Plätze. Nun berichtet er auf der boot 2026 von seinen Erfahrungen auf dem 4.050 Seemeilen langen Atlantik-Rennen.
Großes vor hat auch Philipp Hympendahl. 2027 will er als erster Deutscher bei der Global Solo Challenge einmal um die Welt segeln. In den letzten Jahren machte er mit unterschiedlichen Segelabenteuern auf seiner "African Queen" auf sich aufmerksam. Er umrundete England und Irland, überquerte einhand den Atlantik – sowohl in westliche als auch östliche Richtung. Für den nächsten Schritt, die Runde um die Welt, hat er bereits das Boot: eine Sigma 36. In Halle 15 der boot 2026 berichtet er über seine Abenteuer und das, was nun ansteht.
Doch auch neue Gesichter stoßen immer mehr ins Rampenlicht. So sind in Halle 15 drei Segler dabei, die sich auf die nächste Mini Transat vorbereiten. Dazu gehören Carla Hénon-Steck, Konstantin Kurzeja und Jannes Llull. Dieser berichtete bereits im YACHT-Interview über seinen Traum und wie schwer es ist, eine solche Kampagne auf die Beine zu stellen:
Auch gibt es nicht nur Beiträge über die Mini-6.50-Projekte. Es wird auch ein Mini-Prototyp (#419) ausgestellt. Vor allem für technisch ambitionierte Besucher dürfte das von Interesse sein. Die Mini-Klasse gilt als Einstieg in den internationalen Offshore-Sport und als Sprungbrett für Karrieren in höheren Klassen wie IMOCA 60.
Neben Seglerinnen und Seglern ist die Baest Agency vor Ort, die den Offshore-Sport medial begleitet. Auch der Upwind-Podcast mischt mit – bekannt für seine Interviews mit Seglern. In einem Lounge-Bereich können sich die Gäste austauschen und informell ins Gespräch kommen.
Als besonderer Gast kommt am 25. Januar Cornelius Eich vom Team Malizia. Doch auch darüber hinaus gibt es zahlreiche Panels und Expertenrunden rund um das Thema Shorthanded Offshore-Segeln bei der boot 2026:
Weitere Programmpunkte: