LifehacksDie besten Leser-Tricks für ruhige Nächte an Bord

YACHT-Redaktion

 · 27.09.2022

Lifehacks: Die besten Leser-Tricks für ruhige Nächte an BordFoto: Jochen Peschke

Klappern, Plätschern, dumpfe Schläge: Wind und Wellen erzeugen nachts häufig Geräusche am Boot, die die Besatzung um den Schlaf bringen. Wir haben die besten Leser-Tipps für Ruhe an Bord zusammengestellt!

Wellenbrecher am Heck: stille Nacht, erholsame Nacht

Bei einigen Rumpfformen plätschern auch kleine Wellen vernehmlich unterm Heck. Befindet sich dort die Koje, kann das bei unpassender Windrichtung im Hafen zu einer unruhigen Nacht führen. Die Wellengeräusche können als sehr lautes Schlagen wahrgenommen werden. Helfen kann es, die Welle schon vor der Bordwand zu brechen, etwa durch achtern ausgebrachte Fender. Sind davon nicht genügend übrig (sie werden ja in erster Linie an der Bordwand gebraucht), hilft auch Improvisation: Wir haben zwei günstige Schaumstoffmatten mit einem Messer durchbohrt und auf beiden Seiten jeweils eine Leine hindurchgefädelt. Aufgerollt befestigen wir diese an Relingstützen oder Lochleiste so, dass der Wellenbrecher unterm Heck fixiert wird. Die Geräuschkulisse ist jetzt bei Schwell von achtern viel angenehmer.

Verlagssonderveröffentlichung

Ulrich Lange, Kiel

Weitere Tipps für entspannten Schlaf auf dem Boot

Ruhe im Rigg

Gegen das Brummen unseres Dyneema-Achterstags haben wir eine Bommel einfach selber hergestellt. Zwei Pappscheiben mit sechs Zentimeter Durchmesser und einem mittigen, jeweils zwei Zentimeter messenden Loch werden eingeschlitzt und auf das Stag geschoben. Danach eine dünne Leine um beide Pappscheiben wickeln, immer durch die mittige Öffnung außen herum. Nach fünf Lagen ringsum übereinander wird die aufgewickelte Leine außen zwischen den Pappscheiben durchgeschnitten und per Konstriktorknoten fixiert.

Alexander Friedrich, Wismar

Foto: Jochen Peschke

Mit einem Griff Ruhe im Schiff

Der Lärm klappernder Fallen stört die eigene Nachtruhe sowie die der Nachbarn, und das ständige Scheuern lässt das Tauwerk verschleißen. Bei Drahtfallen wird zudem der Mast in Mitleidenschaft gezogen. Um Toppnant und Spifall nicht jedes Mal einzeln bändigen zu müssen, haben wir beide in eine Schlaufe geschäkelt. Diese wird im Hafen mit einem Handgriff über eine Klampe gelegt. Fallen durchsetzen, und schon herrscht Ruhe.

Steffi von Wolff

Foto: Jochen Peschke

Boje am Gummiband

Unser Boot liegt an einer Boje, und nachts wurden wir häufiger von einem dumpfen Geräusch an der Bordwand geweckt, wenn bei Flaute die Muringboje gegen den Bug treibt. Die einfachste Lösung war ein kräftiger Gummistropp mit einem Haken an jedem Ende. Wir haben diese an der Boje und an unserem Ankerbeschlag eingehakt. So wird die Boje dicht unterm Bug auf Position gehalten und stößt nicht mehr gegen die Bordwand. Bei Wind dehnt sich das Gummiband, und der Festmacher hält das Boot wie gewohnt.

Manfred Hofinger, Buchkirchen

Foto: Jochen Peschke

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