Lesertipp der WocheKeine Kratzer: Schutz für die Ankerkette

Michael Rinck

 · 13.05.2021

Lesertipp der Woche: Keine Kratzer: Schutz für die AnkerketteFoto: J. Peschke
Ohne Bugrolle und Ankerkasten sind Kratzer programmiert. Mit der richtigen Schutzhülle lassen sie sich aber vermeiden
Ein Kabelschlauch aus dem Elektronikfachmarkt polstert die Kette ab und verhindert Gelcoatschäden

Auf unserem Boot gibt es weder Bugrolle noch Ankerwinsch. Das Geschirr mit Kettenvorlauf und Leine wird Hand über Hand bewegt. Dabei kam es immer wieder zu Kratzern am Bugkorb oder im Gelcoat, was ärgerlich ist. Hauptverursacher ist dabei die fünf Meter lange Kette, die besonders, wenn der Anker fallengelassen wird, über das Deck rauscht und dabei unschöne Spuren hinterlassen kann. Um das in Zukunft zu vermeiden, haben wir uns nach einer passenden Ummantelung für die Kette um­gesehen und sind im Fachhandel für Elektronikzubehör fündig geworden: Ein Netzschlauch aus Polyester zum sauberen Führen und Schutz von Kabeln passt perfekt über die Kette. Am vorderen Ende haben wir den Kabelschlauch mit Kabelbindern an der Kette gesichert, hinten über den Schäkel gezogen und durch einen Takling auf der Ankerleine gesichert. Der dünne Überzug stört die Beweglichkeit der Kette nicht, schützt aber vor Kratzern. Die Maschen des Gewebes sind weit genug, um die Kette gut zu belüften, damit die Feuchtigkeit nach dem Aufholen abtrocknen kann.

Olaf Timm, Nindorf

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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