Lesertipp der WocheGroßsegel-Bergehilfe

Michael Rinck

 · 08.03.2020

Lesertipp der Woche: Großsegel-BergehilfeFoto: J. Peschke
Ein Gummizug am Vorliek erleichtert das Einholen und Sichern des Großsegels und sorgt für mehr Sicherheit auf dem Vorschiff

Bei Seegang kann es nicht nur für ältere Segler eine Herausforderung werden, das Lattengroß zu bergen oder es gegen ein Auswehen nach oben zu sichern – durch die kugelgelagerten Rutscher geht das Segel nämlich schnell wieder am Mast aufwärts. In der Regel werden dann Maststufen benötigt, damit ein Sicherungsbändsel über den Segelkopf gezogen und das Großsegel entsprechend gesichert werden kann. Häufig sind beim Herumklettern auf nassen Trittstufen in luftiger Höhe Verletzungen programmiert. Um den Vorgang des Segelbergens zu erleichtern, habe ich daher eine einfache Konstruktion entworfen: Parallel zum Vorliek wurde im oberen Drittel des Segels ein Gurtband angenäht, welches wiederum durch Schlaufen geführt wurde. Um das Band bei gesetztem Segel auf Spannung zu halten, wurde an dessen unterem Ende ein Gummizug angenäht. Muss das Großsegel heruntergenommen werden, lässt es sich nun ganz einfach mithilfe des Gummibands dichtholen und über eine Klampe sichern. Statt waghalsiger Klettermanöver am Mast bleibt so mehr Zeit für sichere Anlegemanöver im Hafen.

Dieter Schmitz, per E-Mail

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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