Hauke Schmidt
· 14.01.2026
Die Hauptneuheit der VITO AFS von Spinlock ist das Advanced Flotation System (AFS). So nennen die Briten ihren dreidimensional geformten Auftriebskörper, der der Außenkontur der Weste folgt und eng am Körper anliegt. Anders als traditionelle zweidimensionale, geschweißte Blasen wird der AFS-Körper in 3D-Form genäht und platziert den Auftrieb dort, wo er am besten funktioniert. Das niedrige Profil soll deutlich mehr Bewegungsfreiheit im und außerhalb des Wassers bieten. Die Rettungsweste ist kleiner, leichter und weicher als traditionelle Rettungswesten mit 2D-Blasen, soll aber in allen geforderten Leistungswerten besser abschneiden.
Die 3D-Konstruktion der Kammer ermöglicht den Einsatz zweier Signalfarben. Spinlock nutzt eine Kombination aus Neonpink und Neongelb, um die Sichtbarkeit der Rettungsweste im Wasser zu verbessern. Die Weste besteht aus Ripstop-Gewebe und besitzt ein Gurtzeug mit Knebelverschluss im Stil der Deckvest 6D. Zusammen mit der 3D-Blase wurde auch die Spraycap überarbeitet. Außerdem wurden die Befestigungspunkte für Notfunkbojen verbessert und zentrale Befestigungsschlaufen für die Anbringung von MOB-Alarmsystemen oder Autopilotenfernbedienungen geschaffen.
Anstelle von feuchtigkeitsempfindlichen Automaten nutzt VITO AFS den hydrostatischen Hammar-Auslöser, der auf der Rückseite der Rettungsweste geschützt positioniert ist und so das Risiko von Hängenbleiben und Beschädigungen während des Tragens reduziert. Das Harness Release System (HRS), mit dem der Lifebelt im Notfall abgetrennt werden kann, ist jetzt bei jeder VITO standardmäßig verbaut. Ebenso Standard sind die Lume-On- und Pylon-Lichter, die das Auffinden im Dunkeln erheblich erleichtern.
Die VITO AFS wird als Einheitsgröße für Brustumfänge von 80 bis 145 Zentimetern angeboten. Das Gurtzeug soll sich leicht an unterschiedliche Kleidungsschichten anpassen lassen. Die Rettungsweste soll 1,24 Kilogramm wiegen 170 Newton Auftrieb bieten. Sie kostet 499 Euro.
Ausstattung: