Warm und kuschelig: Im Bordalltag abseits der Sommersaison sind schützende Overalls ausgezeichnet. Doch welche helfen auch im Wasser?
Fürs Segeln unter sehr rauen Bedingungen und Kälte lohnen Trocken-Overalls, die auch beim Überbordgehen schützen. Damit lässt sich eventuell das Leben verlängern
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Es geschah in einer Sturmnacht vor Mallorca: Mastbruch auf einem neuen Mini 650. Melwin Fink und sein Mitsegler Marc Menzenbach mussten ihr Boot aufgeben, das ohne Rigg und ohne Motor nicht mehr zu beherrschen war (siehe auch YACHT 10/2022). Die jungen Segler mussten ins 15 Grad kalte Wasser springen, um sich von einem Hubschrauber der mallorquinischen Seenotrettung abbergen zu lassen.
Fink selbst sprang im Ölzeug, dem seekranken Crewmitglied Menzenbach gab er den einzigen Überlebensanzug an Bord. Das war ein TPS-Anzug von Guy Cotten. Ein besonders unter französischen Regattaseglern verbreitetes Produkt, dessen Ursprünge zwar in der SOLAS-Zertifizierung (International Convention for the Safety of the Life at Sea) liegen, das jedoch nie zertifiziert wurde. Auch nicht nach der ähnlichen Euronorm (siehe Kasten unten).
Das ist zweifellos verwirrend, aber die physikalische Grundüberlegung ist überall gleich und recht simpel: Gewöhnliches Ölzeug hält trocken und durch die isolierende Luft darunter warm, direkt auf der Haut wärmt die wasserabweisende Bekleidung beinahe gar nicht. Ein Gewirk aus Fleece stellt also ein gutes Verhältnis aus Flächengewicht, Bauschkraft und damit Isolationswirkung dar. Die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ist 25-mal höher als die der Luft. Wird nach einem Überbordgehen eingeschlossene Luft durch Wasser ersetzt, droht deswegen Unterkühlung.
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Diese acht Überlebensanzüge haben wir uns genau angesehen:
Foto: YACHT/N. Theurer Die Detailbeschreibungen finden Sie unten im Artikel
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Melwin Fink erzählt uns: "Für die wenigen Minuten bis zum Abbergen machte mir das kalte Wasser nichts aus, aber im Helikopter konnte Marc seinen Anzug ausziehen und war darunter trocken, ich dagegen war nass und hatte ordentlich gefroren."
Beim gewöhnlichen Trockenanzug wird die Isolationsschicht zwar zusammengedrückt, vor allem an der Unterseite, aber diese Luftschicht bleibt erhalten. Sinnvoll sind deswegen die Aufblasventile, die beispielsweise in den Anzügen der Hersteller Musto und Guy Cotten verbaut sind; die Bereiche, in denen die Isolation lediglich die Materialdicke des getragenen Unterzeugs umfasst, werden durch das Aufpusten kleiner.
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Foto: Hersteller
Taucher befüllen ihren Anzug bisweilen mit Argon, das fürs Erreichen größerer Tiefen ohnehin mitgeführt wird. Dessen Wärmeleitfähigkeit ist nochmals niedriger – ein Warmhalte-Trick, der Seglern verwehrt bleibt.
Viel Isolierung bedingt aber auch einen möglichen Hitzestau an Deck. Im Frühjahr ist das Wasser so kalt, dass sich viel Unterzeug empfehlen würde. Aber die Sonne erwärmt Anzug und Träger bisweilen zu stark. Bei der Saisonverlängerung im Herbst ist die Situation mitunter einfacher: An Bord ist es bereits empfindlich kalt, sodass viel Unterzeug ohnehin angeraten ist, während die Wassertemperatur nur langsam zum Winter hin absinkt – ein Abwägen also. Die Regularien für Regatten mit den kleinen Einhand-Racern vom Typ Mini 650 schreiben auf langen Passagen einen Überlebensanzug vor, dessen Leistung etwa den Schutzkategorien C bis D entspricht (siehe unten). Den haben alle an Bord, zusätzlich tragen viele einen – nicht genormten – Hochsee-Trockenanzug, der ebenfalls beim Überbordgehen vor Unterkühlung schützt, ausreichendes Unterzeug vorausgesetzt. Überwiegend solche Anzüge haben wir ausprobiert, siehe Tabelle. Damit sind bereits zwei Overalls an Bord, Tapio Lehtinen hat drei (siehe Interview). Zu aufwändig?
Lina Rixgens, Mini-650-Skipperin: "Ich trage meinen Musto-HPX-Ocean-Anzug, wenn ab 25 Knoten Wind entsprechend Welle überkommt, manchmal also mehrere Tage." Einen Neopren-Trockenanzug hat sie zusätzlich an Bord, schwört aber auf ihr Gore-Tex-Modell. "Der Trockenanzug ist in meinen Augen Gold wert. Gerade bei Arbeiten auf dem Vorschiff, wo schon mal eine Welle in die Stiefel schießen kann, bleibt man dank der Füßlinge trocken; aufgrund der wasserdichten Manschetten an Hals und Armen kommt auch dort kein Wasser rein." Die Manschetten bergen aber auch Probleme: "Eine Option mit Neopren-Manschette am Hals könnte den Komfort über mehrere Tage noch mal verbessern. Gerade mit Salzwasser kann es mit der Latexmanschette nach mehreren Tagen zu Scheuerstellen auf der Haut kommen. Durch den hohen Kragen und die Kapuze ist der Hals eigentlich schon gut vor Wasser geschützt. Da könnte eine Neopren-Manschette den Komfort verbessern." Ein menschliches Problemfeld: "Auf den Eimer gehe ich ganz normal, klappt mit ein bisschen Übung" – die von uns befragten Skipperinnen ziehen das einer Lösung mit Urintrichter aus dem Outdoorbedarf vor; mit Peezip ist damit Urinieren ohne das Ausziehen des Anzugs möglich.
Foto: Anja Behrens Notfalltraining im Schwimmbecken: eine gute Gelegenheit, um einen Überlebensanzug gleich auszuprobieren
Daniel Ackermann, der einen 5,60 Meter langen TriRaid 560S des Münchner Konstrukteurs Klaus Metz baute und mit ihm am Race to Alaska teilnahm, berichtet: "Mit dem offenen Cockpit segelt das Boot sehr nass. Ich brauchte für das Rennen einen Trockenanzug und habe ihn fast die ganze Zeit getragen."
Ausrüster halten die teuren Anzüge kaum vor, verschiedene Modelle und Größen können eher beim Schwerwetter- und Überlebenstraining, zum Beispiel mit dem Anbieter Sailpartner, ausprobiert werden. Für etwa 300 bis 600 Euro gibt es Expertise, auch im Schwimmen mit Overall.
Wir haben acht Anzüge angefordert und ausprobiert. Viele der Details sind in den Beschreibungen der Hersteller gar nicht enthalten, die Vergleichbarkeit zwischen den Herstellern ist oftmals nicht gegeben, hier wollen wir sie schaffen.
Alle Modelle bis auf den Ursuit-Anzug RDS sind nicht gemäß der Euronorm geprüft. Das sehr aufwändige Verfahren lohnt nur für die größeren Verkaufszahlen im gewerblichen Bereich, bei der Rettung oder beim Angeln. Besser als kein Anzug sind sie dennoch. "Sicherheit war natürlich der Hauptpunkt", meint Jan Leon, Segellehrer der Hanseatischen Yachtschule Glücksburg, deshalb habe er sich für einen Ursuit-Gemino-Anzug entschieden: "Ich kann Knieschoner und Gesäßpolster einstecken, er steht dabei einem gewöhnlichen Ölzeug in nichts nach, auch der Preis ist ähnlich." Er berichtet von Freunden mit MPS-Unterziehanzug: "Sie haben ihn vor allem aus Kostengründen gewählt, und alle wollen als nächsten den Gemino anschaffen." Übrigens, wer sparen mag: Auf fierceturtle.co.uk werden viele Anzüge gebraucht angeboten.
Ersetzt solche Ausrüstung eine Rettungsinsel? Der Trockenanzug hält bereits bei der Bordarbeit wärmer, was ohnehin Sicherheit in Manövern verspricht. Beim Überbordgehen sind die Vorteile abhängig vom Unterzeug. Beim geplanten Eintauchen, zum Beispiel zum Abbergen oder beim Sinken der Yacht, besteht außerdem meist Gelegenheit, vorher genügend Unterzeug anzulegen. In ihren Aufzeichnungen fand die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) keinen Fall eines Seglers mit Überlebensanzug. Aber einige, bei denen Crewmitglieder unterkühlt waren; alle wären mit der schützenden Bekleidung länger handlungsfähig geblieben.
Melwin Fink, der im Bordalltag gern Ölzeughose und Smock kombiniert, sagte uns auch: "Wenn wir mal wieder zu zweit unterwegs sind, werden zwei Überlebensanzüge an Bord sein."
So werden Überlebensanzüge getestet
Foto: Hohenstein Laboratories Der Dummy für die Temperaturmessung
Die Euronorm 15027 zertifiziert – neben den ähnlichen SOLAS-Bestimmungen – Überlebensanzüge. Im Ergonomietest springen sechs Probanden aus viereinhalb Metern ins Wasser, schwimmen 350 Meter und erklimmen eine Plattform. Dabei wird durch Auswiegen auch nach Leckagen geforscht. Für die thermische Prüfung wird bei den Probanden an 16 Prüfpunkten die Hauttemperatur gemessen und, rektal, die Körperkerntemperatur. Die Prozedur setzt die Probanden der Gefahr einer Unterkühlung aus, unvereinbar mit hiesigen Ethikregeln. Deswegen testen in Deutschland die Hohenstein Laboratories mit "Charlie", einer Prüfpuppe aus Kupfer (oben). "Über separate Kreisläufe nimmt sie die Körper- und Hauttemperatur des Menschen an und misst die elektrische Leistung, die für den Temperaturerhalt nötig ist", erläutert Alina Bartels vom Prüfinstitut die Funktion. Für die "A-Zertifizierung" darf die Körperkerntemperatur während 6 Stunden in 2 Grad kaltem Wasser nicht mehr als 2 Grad absinken, in der schwächsten Kategorie D erstreckt sich der Test bei 10 Grad Wassertemperatur nur über 2 Stunden. Für Kategorie C und D genügt oft Standard-Unterbekleidung aus Unterwäsche und zwei Wollpullovern. Höhere Kategorien verlangen dickeres Unterzeug. Die große Isolationsanforderung im Wasser birgt aber Hitzestaugefahr beim Tragen über Wasser. Ein Abwägen also, insbesondere für aktive Yachtcrews.
Welches Material ist das beste?
Foto: YACHT/N. Theurer Neopren, Latex oder Gewebe? Metall oder Kunststoff?
Bis auf den Helly-Hansen-Anzug mit seinen etwas schwieriger anziehbaren Latex-Füßlingen (Foto) sind solche aus dem Anzuggewebe Standard. Darunter können auch mehrere Sockenlagen für warme Füße sorgen, das benötigt aber größere Stiefel. Deutlich günstigere gewöhnliche aus nicht wasserdampfdurchlässigem Material genügen bei kalten Bedingungen meist (Test YACHT 22/2016). Der Slowene Igor Stropnik umsegelte das Nordkap in einer Fam-Jolle, über den ausgepolsterten Füßlingen trug er lediglich Freizeitsandalen, das funktionierte. Latex-Armmanschetten sind dichter als die aus Neopren, beim empfindlicheren Hals geben viele dem weicheren Neopren aber den Vorzug; durch hohen Kragen und Kapuze ist die Manschette dort geschützt, sodass die geringere Wasserdichtigkeit kaum bemerkbar ist. Tauchshops oder auch Dryfashion, Hersteller von Jollen-Trockenanzügen, bieten solche Umbauten an (70 Euro). Dort werden auch die anfälligen Latexdichtungen ersetzt (55 Euro). Ebenso Reißverschlüsse, die schwergängigen aus Metall gelten als solider, dagegen sind die leichteren Kunststoffmodelle oft mit Abdeckleisten verbaut. Michael Schnell, bei Frisch zuständig für die Musto-Produkte, sagt dazu, "die Anzüge werden auf den Langstreckenregatten sehr oft benutzt, und die Reißverschlüsse sind immer die größte Schwachstelle. Deswegen haben wir das robustere Metallmodell, das zudem druckdichter ist."
An- und Ausziehen, Träger Wie Jollen-Trockenanzug, Träger mit Spange gegen Verrutschen
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal bis zur Leiste / Metall / Dynat
Bordtoilette Kein Peezip, aber Haupt-RV bis Oberschenkel
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Latex / Latex / Laminat /weiter als nötig bis Mitte Oberschenkel
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Mit Druckknöpfen am Kragen fixierbar. Schweres Ölzeugmaterial, V-förmige Anpassung / sehr hoher Kragen, weiches Fleecefutter / mit Klett zur Seite faltbar
Verstärkungen Sehr rutschhemmenderBesatz an Knien und Gesäß
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Handwärmetaschen mit Fleece, Netztasche / Pattentasche
Besonderheiten Gürtel mit Schnalle geöffnet seitlich mit Druckknopf fixierbar, schwer und robust, Ventil, gesichert mit Gummi
Fazit Besonders dauerhaft konzipierter, schwerster Anzug im Test, mit Ventil
Foto: YACHT/N. Theurer Isolierende Luft kommt übers Ventil in den Anzug
An- und Ausziehen, Träger Wie Jollen-Trockenanzug, Träger teilen gegen Verrutschen erst im Nacken
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal, Schieber durch Klettklappe geschützt / Metall / YKK
Bordtoilette Kein Peezip, bedingt durch Haupt-RV bis zur Leiste
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Latex / Latex / Laminat / bis kurz übers Knie
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Auf der Stirn weich gefüttert, V-förmige Kopfanpassung, Kordelenden gesichert, Kordelstopper fest / sehr hoch, gute Dimensionierung / besonders hoch, mit Klett zur Seite faltbar
Verstärkungen Aufgerautes Nylon an Ellenbogen, Knie, Gesäß
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Handwärmetaschen mit Fleece / Pattentasche
Besonderheiten Klettsicherung für Multitool, Bauchgurt mit Schnalle, Ventil, gesichert mit Gummi
Fazit Im Hochsee-Rennsport verbreitetes Modell mit Ventil
Foto: YACHT/N. Theurer Der Multitoolhalter zeugt von Praxiserfahrung
An- und Ausziehen, Träger Wie Jollen-Trockenanzug, umständliche Latexfüßlinge, rote und grüne Träger
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal, durchgehend mit Klettklappe abgedeckt / Kunststoff / YKK
Bordtoilette Kein Peezip, aber Haupt-RV bis Oberschenkel
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Latex / Latex / Latex / bis unters Knie
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Weicher Saum, Fenster, Kordelenden gesichert, Kordelstopper fest / sehr gute Dimensionierung, mit Druckknöpfen zur Seite knöpfbar / vorgeformt, weicher Fleecebesatz, mit Klett zur Seite faltbar
Verstärkungen Aufgerautes Nylon an Ellenbogen, Knien, Gesäß, Armsäumen
Taschen Oberkörper/Oberschenkel keine / Tasche mit Patte, Tasche mit Netz und Balg
Besonderheiten Besonders große Netztasche, sehr funktionell ausgeführter Gesichtsschutz
Fazit Durchdachter Hochseeanzug mit exzellentem Gesichtsschutz
Foto: YACHT/N. Theurer Die Sturmklappe umschließt die Nasenpartie
An- und Ausziehen, Träger Etwas länger dauernd; breite, verrutschsichereTräger führen nach vorn
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal bis zur Leiste / Metall / Dynat
Bordtoilette Sitzender Toilettengang ohne Ausziehen möglich
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Neopren / Neopren / Laminat / bis übers Knie
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Sehr gut anpassbar, Kordelenden gesichert, Kordelstopper fest / im Nacken sehr hoch / eher niedrig, mit Klett zur Seite rollbar
Verstärkungen Besonders rutschfeste Gummierung an Gesäß und Knien
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Ungefütterte Känguruhtasche mit RV ohne Fütterung / 2 Pattentaschen
Besonderheiten Besondere Toilettenlösung, Neopren-Halsmanschette außen kaschiert zum Nach-innen-Falten
Fazit Besonderer Rundum-Reißverschluss ermöglicht Toilettengang im Sitzen
Foto: YACHT/N. Theurer Die Schraubplatte dichtet den 360°-RV zuverlässig
An- und Ausziehen, Träger Durch Bauart einfach, nur Taillengummizug, keine Träger
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal bis zum Hals (weniger dicht) / Kunststoff / YKK
Bordtoilette 2-Wege-RV
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Neopren / Neopren / Laminat / keine
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Kleiner Neoprenschild, nur Kapuzenkordel ohne Anpassung an Kopfform / Kapuze angeschnitten, kein separater Kragen / nur bis Unterkante Kinn
Verstärkungen Aufgerautes Nylon an Gesäß und Knien
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Zwei Brusttaschen mit Pfeife, Buddyleine, Armtaschen mit Handschuhen / zwei mit Kopfhaube
Besonderheiten Zusätzliche Neoprenkapuze und sehr gute Neoprenhandschuhe sind enthalten und in Taschen bereits verstaut
Fazit Besonders leicht anzulegender Anzug mit geringstem Kinnschutz, mit Unterzeug normiert Kategorie D
Foto: YACHT/N. Theurer Beim Überbordgehen sind Handschuhe und Haube immer dabei
An- und Ausziehen, Träger Öffnen verlangt Übung, Band am Schieber schwer greifbar, sehr breite und weiche Träger
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Vom Brustbein aus einmal um den Rücken, abgedeckt durch Oberteil /Kunststoff / YKK
Bordtoilette Peezip hinter Patte mit Bändchen statt Knebel
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Neopren / Neopren / Laminat / bis übers Knie
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Kordelenden mit besonders langem Tunnel, Kordelstopper fest / hoch, mit zwei Reißverschlüssen auf über die Schultern abtrennbar, gering haftender Klettverschluss / keine Sturmklappe
Verstärkungen Aufgerautes Nylon an Knien, Gesäß, Ellenbogen, Ärmelsäumen
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Ungefütterte Känguruhtasche mit RV / eine mit Fenster, eine mit Balg
Besonderheiten Gummierung am Ärmelsaum zum Ausziehen, Neopren am Beinsaum gegen Hochrutschen, Schlüsselsäckchen am Träger
Fazit Durch abnehmbaren Kragen universeller Anzug mit besonderer Reißverschluss-Führung
Foto: YACHT/N. Theurer Umständlich, aber am wenigsten störend: Rundumreißverschluss
An- und Ausziehen, Träger Wie Jollen-Trockenanzug, Träger mit angeschweißter Aufhängung für guten Lastübergang
Reißverschluss: Verlauf / Material / Hersteller Diagonal, durchgehend mit Klettklappe abgedeckt / Kunststoff / Tizip
Bordtoilette Peezip mit Knebel ohne Abdeckung
Manschette Hals / Arm / Füßlinge / Dopplung Hosenbeine Neopren / Latex / Laminat / nur bis Mitte Unterschenkel
Kapuze / Kragen / Sturmklappe Kordelenden gesichert, Kordelstopper fest, Höhe über Klett verstellbar / im Nacken hoch, vorn weniger, wenige Einstellmöglichkeiten, sehr weiches Fleecefutter / keine Sturmklappe
Verstärkungen Leichtes, aufgerautes Nylon an Gesäß und Knien
Taschen Oberkörper/Oberschenkel Keine / eine mit Balg
Besonderheiten Etwas kurze doppelte Hosenbeine, aber funktioneller Peezip, sinnvolle Kombination von Latex- und Neoprenmanschetten
Fazit Sportlich geschnittener, leichter, vergleichsweise günstiger Anzug mit wenigen Defiziten
Foto: YACHT/N. Theurer Anmerkung: Der Peezip ist sinnvoll, der Schiebergriff kann aber verhaken
Der freie Reporter und Fotograf segelte jahrelang Dreiecksregatten mit Laser, Vaurien, Starboot und 470er, hauptsächlich auf Binnengewässern und dem Bodensee. Später befuhr er diese Reviere mit seiner Familie auf einem 15er-Jollenkreuzer. Als Süd-Korrespondent berichtet Theurer vor allem über kleine Boote und entdeckt dabei immer wieder außergewöhnliche Fahrzeuge genialer oder schrulliger Eigner und Erfinder. Seine Artikel speisen sich aus jahrzehntelanger praktischer Segelerfahrung auf süddeutschen Revieren.