Von North Sails gab es bisher in 3Di-Technologie mit dem 3Di Raw ein sehr dünnes Laminat für den Hochleistungsbereich; für Langstreckenregatten und Cruiser stand das 3Di Endurance zur Verfügung. Mit dem neuen 3Di Race schließt der Segelhersteller die Lücke zwischen diesen zwei Extremen und bringt ein Laminatsegel für Clubracer.
Bei der 3Di-Technologie handelt es sich nicht um eine herkömmliche Membran. Diese haben den Nachteil, dass die Folien die Fasern umschließen und eine Dampfsperre bilden. Dadurch kann es zu Delamination kommen, so Geschäftsführer Stefan Matschuck. Bei der neuen Fertigungsweise kommen keine Folien zum Einsatz. Stattdessen werden sogenannte Filamentbahnen aus Aramid und Dyneema je nach Belastung angeordnet. An besonders stark beanspruchten Stellen wie Segelkopf, -hals und Schothorn werden zusätzliche Bahnen im jeweiligen Lastverlauf übereinander gelegt. An diesen Stellen wird das Laminat dicker. Dieser Prozess sei dem Laminieren eines Rumpfes nicht unähnlich, so Matschuck. Anschließend werden diese Filamentbahnen über einer Form laminiert. Das fertige Segel soll deutlich haltbarer sein als vergleichbare Foliensegel. Dies soll auch der bessere UV-Schutz gewährleisten.
Das 3Di Race ist für Boote bis 40 Fuß in den Farben Schwarz und Gold erhältlich. Ein Großsegel mit einem Reff für eine X-35 mit 35,5 Quadratmeter kostet ab 8500 Euro. Eine Fock mit 30 Quadratmetern kostet ab 5800 Euro.