BausatzSegeln mit dem Schlauchboot

Michael Rinck

 · 05.11.2014

Bausatz: Segeln mit dem SchlauchbootFoto: Hersteller
Sailbird mit 4,2 Quadratmeter Segelfläche auf einem 3,20 Meter langen Schlauchboot
Mit Sailbird soll das Beiboot zum passablen Segler werden. Sogar auf der Kreuz verspricht der Hersteller ordentliche Leistungen

Allein mit der Kraft des Windes das Schlauchboot voranbringen, Paddel oder Motor ruhen lassen, was für eine schöne Vorstellung. Doch die Installation eines Riggs, eines Schwerts und einer Ruderanlage ist doch deutlich aufwändiger, als einfach den Außenborder zu starten. Und dann ist die Aussicht, dass das Beiboot unter Segeln eine gute Figur macht, auch nicht so hoch – mit raumem oder höchstens halbem Wind mehr treiben als segeln.

Per Bausatz von Tribell können jetzt Schlauchboote von 2,20 bis 3,30 Meter Länge mit Segeln nachgerüstet werden. Es gibt zwei Varianten des Sailbird genannten Systems: eine mit 3,4 und eine mit 4,2 Quadratmeter. Der Hersteller verspricht eine besonders einfache Montage ohne Werkzeug innerhalb von zehn Minuten. Bei Nichtgebrauch kann die Konstruktion in zwei Taschen verpackt werden. Mast, Baum und Gaffel sind teilbar, das längste Teil ist 117 Zentimeter lang. Mit Seitenschwertern und Ruderanlage soll alles zusammen 17 Kilogramm wiegen. Der Einführungspreis ist für beide Größen gleich und liegt bei 986 Euro.

  Spaß auch hoch am Wind: Laut Hersteller Tribell sind Winkel um 45 Grad machbarFoto: Hersteller Spaß auch hoch am Wind: Laut Hersteller Tribell sind Winkel um 45 Grad machbar

Laut Herstellerangaben sollen mit Sailbird ausgerüstete Schlauchboote auch am Wind sehr gute Segeleigenschaften haben. So sollen die Seitenschwerter eine Abdrift nahezu vollständig unterbinden. Weitere Informationen auf der Website des Herstellers.

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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