T&T - NewsAlternative zum Schiffsdiesel

Jochen Rieker

 · 21.04.2004

T&T - News: Alternative zum SchiffsdieselFoto: YACHT/H. Seltmann
Innovativ: Das Prinzip des Diesel-elektrischen Antriebs
Kombination aus Dieselgenerator und Elektromotor könnte Revolution im Antrieb von Sportbooten auslösen: mehr Effizienz, weniger Lärm

Was in der Großschifffahrt gang und gäbe ist, könnte jetzt auch auf Yachten für mehr Fahrtkomfort unter Motor sorgen: der Diesel-elektrische Antrieb. Dabei ersetzt eine von einem gekapselten Motor versorgte Generator-Einheit den klassischen Schiffsdiesel, ein E-Motor wandelt die Energie in Vortrieb um.

Ein Prototyp der in Paderbron ansässigen Firma Fischer-Panda hat bewiesen, dass das innovative Konzept die volle Serienreife besitzt. Derzeit baut das Unternehmen eine serienmäßig Bavaria 49 mit Volvo-Penta D2-55 Maschine auf diesel-elektrischen Antrieb um.

Die Vorteile sind überzeugend, wie die YACHT bei Testfahrten heraus gefunden hat. Wegen des besseren Wirkungsgrades verbraucht der Prototyp, ein 35-Fuß-Motorsegler, weniger als die Hälfte im Vergleich zu einem herkömmlichen Schiffsdiesel. Die Geräuschentwicklung in Salon und Cockpit ist wegen der Motor-Kapselung minimal.

Weiters Plus: Da die Schraube direkt von einem hinter dem Propeller montierten und um 180 Grad drehbaren E-Motor angetrieben wird, bekommen Eigner mit dem System auch ein Querstrahlruder "gratis" dazu.

Alle Details zum Konzept und seinen Chancen in Heft 9-2004 (jetzt am Kiosk).

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Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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