Motoren

Motor: Besondere Viertakter von Selva

Alexander Worms

 · 01.04.2014

Motor: Besondere Viertakter von SelvaFoto: Hersteller

Der Sea Bass kann beliebig gelagert werden, Öl wird dem Kraftstoff aus einem Tank beigemischt. Er ist eine Mischung aus Zwei- und Viertakter

Möglich ist dieses System durch eine besondere Geometrie der obenliegenden Nockenwelle. Das Benzin-Öl-Gemisch wird ins Kurbelwellengehäuse aus dem Vergaser eingesaugt. Von dort geht es weiter zum Zylinderkopf und durch das Einlassventil in den Brennraum. Die Ventile ermöglichen, anders als beim reinen Zweitakter, eine saubere Trennung von verbranntem und frischem Gemisch. Damit erfüllen die Motoren alle erforderlichen Abgasregeln. Das ist neu bei Außenbordern, die über eine Gemischschmierung verfügen. Der Vorteil des Systems liegt zudem in der Einfachheit. Eine Ölpumpe samt Filter entfällt.

Doch damit nicht genug: Eine weitere Innovation ist das Startsystem. Mittels zweimaligem, ruhigem Ziehen wird eine Feder gespannt, deren Kraft sich beim dritten Ziehen entlädt und den Motor startet. Kein Reißen mehr, sondern nur entspanntes Ziehen. Fraglos ein Vorteil in einem kippeligen Dingi.

Wie oft bei Selva, die übrigens als einzige noch Motoren in Europa fertigen, verfügt der 2,5-PS-Antrieb über eine Fliehkraftkupplung. Die muss man nicht mögen, aber es geht. Die größeren Modelle mit 4 und 6 PS werden wie gewohnt über V-N-R geschaltet. Das Gewicht gibt Selva mit 23 Kilogramm an. Damit liegt es leicht unterhalb der Wettbewerber (25 bis 28 kg).

Die Preise beginnen bei 1099 Euro für den 4-PS- und 1299 Euro für den 6-PS-Motor. Auch damit liegt Selva am unteren Ende der bekannten Marken.

Meistgelesene Artikel