Der 2-Blatt-Faltprop ist seit 2017 mit Kompositnabe erhältlich. Jetzt legt der dänische Hersteller Flexofold nach und bietet auch die größere 3-Blatt-Variante in dieser Kombination an. Die Blätter sind wie gewohnt aus Nickel-Aluminium-Bronze gefertigt, die Nabe hingegen aus einem Verbundstoff. Der Einsatz von Kunststoff an dieser Stelle macht den gesamten Propeller drei bis vier Kilogramm leichter. Bei Schubkraft und Manövriereigenschaften stehen die Komposit-Varianten den Modellen aus Bronze in nichts nach. Laut Hersteller hat das geringere Gewicht sogar Vorteile für Boote mit Elektroantrieb.
Zudem sind die Blätter durch die Kunststoffnabe vollständig elektrisch vom Rest des Props isoliert, und es kann nicht zu galvanischer Korrosion zwischen Blättern und Saildrive kommen. Die Bolzen sind für Blätter bis 20 Zoll dimensioniert. Das Modell 3-Blatt 18’’ mal 13’’ LH als Komposit-Faltpropeller kostet 2.698 Euro.
Im Gegensatz zu klassischen Schrauben stellt sich ein Faltpropeller, wenn die Maschine aus ist, in eine strömungsgünstige Position und reduziert damit den Widerstand und die Belastung auf der Welle. Beim Einlegen des Ganges leidet das Getriebe somit nicht, und es entsteht kaum Verschleiß an anderen Komponenten. Zudem herrscht Ruhe im Schiff.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Schiff durch den geringeren Widerstand des Propellers schneller segelt. Je nach Propellertyp und Schiff können bis zu 1,5 Knoten zusätzliche Geschwindigkeit erreicht werden. Dies kann einen erheblichen Unterschied machen, beispielsweise kann eine Strecke von 60 Seemeilen statt 12 nur noch 10 Stunden dauern. Dies ermöglicht, ein Ziel möglicherweise noch bei Tageslicht zu erreichen.
Um diese Vorteilen genießen zu können, erfordert ein Falt- oder Drehflügelpropeller etwas Pflege. Die beweglichen Teile müssen regelmäßig geschmiert und die Oberflächen vor Korrosion und Bewuchs geschützt werden, damit sie störungsfrei und lange funktionieren.