Elektro-AußenborderLangzeittest: leise, sauber, teuer

Lars Bolle

 · 27.04.2015

Elektro-Außenborder: Langzeittest: leise, sauber, teuerFoto: Lars Bolle
Der Torqeedo Cruise 2.0 am Heck des Jollenkreuzers
Ein Elektro-Außenborder musste sich bewähren. Er zeigte gegenüber einem Verbrenner große Stärken, aber auch deutliche Schwächen

Auf vielen Binnenrevieren haben sich E-Antriebe bereits durchgesetzt. Einerseits, weil mancherorts Verbrenner aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt sind, etwa auf Stauseen. Oder weil sie mittlerweile wegen ihrer zahlreichen Vorzüge eine echte Alternative zum Zwei- und Viertakter darstellen können. Zumindest wenn es darum geht, nur als An- und Ablegehilfe zu dienen oder um gelegentlich kürzere Distanzen zu überbrücken.

Um auszuprobieren, ob sie auch härteren Aufgaben gewachsen sind, wurde als Testrevier die Unterelbe gewählt. Tideabhängig garantiert sie anspruchsvolle Strömungsbedingungen, bei denen der Hilfsantrieb besonders gefordert sein kann. Denn anders als auf einem Binnensee reicht es dort mitunter nicht, nur einen schwachen Antrieb als Manöverhilfe zu haben. Strömungsgeschwindigkeiten von zwei bis drei Knoten sind normal. Flaut dabei der Wind zu stark ab, kann es schnell in eine unerwünschte Richtung gehen. Zudem ist die Unterelbe eine vielbefahrene Seewasserstraße, auf der in hoher Frequenz auch Containerriesen verkehren. Vor deren Bug möchte niemand gern antriebslos herumdümpeln.

So lautete die Vorgabe, das Testboot, einen 20er-Jollenkreuzer, Gewicht rund eine Tonne, mindestens eine Stunde lang mit fünf Knoten durchs Wasser antreiben zu können. Der Hersteller schlug dafür einen Torqeedo 2.0 Cruise vor, der in der Leistung einem 5-PS-Benziner vergleichbar ist, sowie die große Lithium-Ionen-Batteriebank Power 26-104 mit knapp 2800 Wattstunden Kapazität. Diese Kombination sollte nach Herstellerangabe die Leistungsanforderungen erfüllen. Zusätzlich installiert wurde das passende Ladegerät sowie ein Landanschlusskabel.

Ob sich der E-Antrieb bewährte, lesen Sie in der aktuellen YACHT, Ausgabe 10/2015.

Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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