Elektronik

Sicherheit: Finden statt suchen: MOB-Ortungssystem im Praxistest

Hauke Schmidt

 · 16.01.2017

Sicherheit: Finden statt suchen: MOB-Ortungssystem im PraxistestFoto: Yacht / Hauke Schmidt

Mit dem Mobos-System sollen sich über Bord gegangene Crewmitglieder leicht wiederfinden lassen. Wir haben die autarke Ortungshilfe ausprobiert

Eines der größten Probleme beim Mann-über-Bord-Manöver ist es, die Person im Wasser im Auge zu behalten. Selbst bei langsamer Fahrt entfernt sich die Yacht erschreckend schnell vom Unglücksort, während die Crew mit der Bedienung des Bootes beschäftigt ist. Da der Über-Bord-Gegangene ebenfalls abtreibt, ist auch ein sofort gesetzter Wegepunkt keine allzu große Hilfe. Ist der Sichtkontakt erst unterbrochen, fällt das Wiederfinden schwer, zumindest ohne elektronische Hilfsmittel.

  Mobos im Einsatz. Der Sender richtet sich auf der Weste auf und wird kaum überspültFoto: YACHT/N. Günter
Mobos im Einsatz. Der Sender richtet sich auf der Weste auf und wird kaum überspült

Hier setzt das Mobos-System von Seareq an. Es beruht auf einem für den Tauchsport entwickelten Verfahren. Dieses soll Taucher orten, die durch Unterwasserströmungen abgetrieben wurden und weit vom Basisschiff entfernt auftauchen – eine zum Mensch-über-Bord sehr ähnliche Situation. Zum System gehört ein etwa 185 Gramm schwerer Sender, im Format einer Seenotrakete, und ein Empfänger, der entweder im wasserdichten Handkoffer oder als Festeinbaugerät geliefert wird.

Für unseren Test stand die mobile Ver­sion zur Verfügung. Das nicht einmal schuhkartongroße Köfferchen beherbergt den Empfänger nebst Akku und GPS-Empfänger und arbeitet völlig autark. Zudem lässt es sich bequem im Fluggepäck mitnehmen.

Ob das System tatsächlich so gut funktioniert wie vom Hersteller verspochen, lesen Sie in der aktuellen YACHT.

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