ElektronikWindsensor ohne Kabel im Mast

Michael Rinck

 · 17.08.2016

Elektronik: Windsensor ohne Kabel im MastFoto: Hersteller
Windsensor ohne Kabel im Mast
Garmin hat den gWind-Sensor modifiziert. Die neue Version kommt dank überarbeitetem Funkstandard ohne zusätzliche Blackbox aus

Für Eigner ohne Windmessgerät im Masttopp sind sie attraktiv: kabellose Geber. Sie lassen sich einfach nachrüsten; das Verlegen des langen Kabels durch den Mast entfällt, genauso wie eine zusätzliche Decksdurchführung. Garmin hat mit dem gWind Wireless 2 ein neues Modell im Programm. Der dreiblättrige Propeller soll auch bei wenig Wind genaue Messwerte liefern. Durch Nexus-TwinFin-Bauweise soll auch eine präzise Messung der Windrichtung erreicht werden.

  Kabelverlegen entfällt: Der Geber muss lediglich auf dem Mast befestigt werdenFoto: Hersteller Kabelverlegen entfällt: Der Geber muss lediglich auf dem Mast befestigt werden

Die eigentliche Neuerung ist aber die kabellose Datenübertragung per sogenannter ANT-Verbindung. Diese soll besonders zuverlässig und energiesparend senden. Die Daten werden direkt an das Garmin-GNX-Windinstrument oder an einen Plotter der GPSMap-Reihe übertragen. Die Installation einer Blackbox wie beim Vorgängergerät entfällt.

Mit Strom wird der Sensor aus einem integrierten Akku versorgt. Dieser wird bei Sonnenschein mit einer kleinen Solarzelle geladen. So liefert der gWind Wireless 2 auch nachts Winddaten. Der Akku soll laut Hersteller drei Jahre halten und kann dann ausgetauscht werden.

Der gWind Wireless 2 ist für 700 Euro erhältlich.

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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