Mit Vanemar positioniert sich ein weiterer Anbieter im wachsenden Markt für Bootsüberwachungssysteme. Das System wird in Deutschland über Ferropilot vertrieben. Anders als fest verdrahtete Lösungen setzt Vanemar auf selbstklebende Funksensoren, die ohne Bohren oder Verkabelung in wenigen Minuten installiert werden sollen. Das Unternehmen verspricht eine Plug-and-Play-Lösung, um das Boot per Smartphone-Fernüberwachung im Blick zu behalten.
Das Vanemar Gateway bildet die Basisstation für die Fernüberwachung und überwacht standardmäßig GPS-Position, Batteriestatus und Geofence-Bereiche. Es verfügt über ein integriertes GPS-Modul, eine globale SIM-Karte für 4G/LTE-Verbindung zu über 500 Mobilfunkanbietern in 200 Ländern und einen Backup-Akku, der bis zu acht Stunden Betrieb nach Stromausfall ermöglicht. Ein Anti-Tamper-System auf der Rückseite misst kontinuierlich den Abstand zur Montagefläche und löst bei Manipulation Alarm aus. Über den auch bei Samrt Home Produkten verbreiteten ZigBee-Standard kann das Gateway bis zu 20 kabellose Sensoren anbinden.
Das Basic Set erweitert das Fernüberwachungs-Gateway um vier Funksensoren: einen Wassersensor für die Bilge, einen Tür- oder Lukensensor, einen PIR-Bewegungsmelder sowie einen Temperatur- und Feuchtesensor. Das Extended Set ergänzt das Basic Set um einen Rauchmelder mit integrierter Sirene und einen Smart Plug zur Fernsteuerung und Überwachung der Landstromversorgung. Alle Sensoren arbeiten kabellos per Funk und werden selbstklebend montiert. Die Stromversorgung der Sensoren erfolgt über eine interne Batterie, die etwa zwei Jahre halten soll. Laut Hersteller lassen sich jederzeit weitere Sensoren nachrüsten.NMEA-2000-Integration und Motorparameter
Über einen optionalen NMEA-2000-Adapter lässt sich das Vanemar-Fernüberwachungssystem in die bestehende Bordelektronik integrieren. Das Gateway kann dann Daten aus dem NMEA-2000-Netzwerk auslesen und in der App anzeigen – darunter Motorparameter (Drehzahl, Betriebsstunden, Temperatur), Tankfüllstände (Diesel, Frischwasser, Grauwasser, Schwarzwasser), Batterie-Details (Spannung, Ladezustand, Amperestunden, geschätzte Restlaufzeit) sowie Umgebungsbedingungen. Die Anzahl der über NMEA 2000 angebundenen Geräte ist unbegrenzt.
Die Vanemar-App bildet das Herzstück der Fernüberwachung und ermöglicht das Scharfschalten und Deaktivieren des Systems per Fingertipp. Bei Alarm sendet das System Push-Benachrichtigungen auf das Smartphone. Als Besonderheit verspricht Vanemar automatische Telefonanrufe bei kritischen Alarmen: Wird eine Push-Nachricht 60 Sekunden lang nicht zur Kenntnis genommen, initiiert das System automatisch einen Anruf, um sicherzustellen, dass der Bootsbesitzer informiert wird. Die App zeigt die Fahrthistorie, Geschwindigkeiten und alle Sensorwerte in Echtzeit an und erlaubt die Verwaltung mehrerer Boote. Zugriffe lassen sich unbegrenzt mit Familie, Freunden oder Personal teilen.
Die Fernüberwachung, Push-Benachrichtigungen und automatischen Anrufe funktionieren nur mit einem aktiven Vanemar Connect-Abonnement. Dieses kostet 15,99 Euro pro Monat bei monatlicher Kündbarkeit oder 159 Euro pro Jahr im Jahresvertrag. Das Fernüberwachungs-Abo lässt sich pausieren, wenn das Boot beispielsweise im Winter nicht überwacht werden muss. Die integrierte globale SIM-Karte mit 4G/LTE-Verbindung ist im Abo enthalten. Ohne Abonnement funktioniert nur die lokale Überwachung über WLAN, sofern das Boot in Reichweite eines Netzwerks liegt – was die Funktionalität im Hafen stark einschränkt.
Das Vanemar Gateway allein kostet 650 Euro. Das Basic Set (Gateway plus vier Sensoren) ist für 850 Euro erhältlich, das Extended Set (Gateway plus sechs Sensoren und Smart Plug) für 1.030 Euro. Einzelne Sensoren lassen sich nachrüsten. Hinzu kommt das obligatorische Vanemar Connect-Abo für 15,99 Euro monatlich oder 159 Euro jährlich. Verfügbar in Deutschland über Ferropilot.
Vanemar Fernüberwachungs-Gateway:
Basic Set (850 Euro):
Extended Set (1.030 Euro):
Vanemar Connect Abo (obligatorisch für Fernüberwachung):

Redakteur Test & Technik