Das EasyHub verbindet sich mit dem NMEA2000-Bordnetz und stellt alle Daten per WLAN bereit. Segler greifen dann über Smartphone, Tablet oder Laptop auf Winddaten, GPS-Position, AIS-Ziele, Batteriewerte und Tankstände zu. Die Bedienung erfolgt über den Browser, zusätzliche Apps sind nicht zwingend erforderlich. Das Gerät wurde in Deutschland entwickelt und gebaut.
Das Gateway wird direkt an das NMEA2000-Netzwerk angeschlossen. Die Stromversorgung erfolgt über das Bordnetz mit 12 oder 24 Volt. Nach dem Einschalten baut das Gerät ein eigenes WLAN-Netzwerk auf. Nutzer verbinden ihre Endgeräte mit diesem Netzwerk und öffnen den Browser. Die Weboberfläche zeigt dann alle verfügbaren Borddaten an.
Die Einrichtung dauert etwa 15 Minuten. Vorkenntnisse in der NMEA-Technik sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, so der Hersteller. Das System erkennt angeschlossene Sensoren automatisch und zeigt deren Werte in der Übersicht an. Die Darstellung lässt sich individuell anpassen.
Die Weboberfläche zeigt Borddaten in verschiedenen Ansichten. Eine Instrumentenanzeige stellt Werte wie Windgeschwindigkeit, Wassertiefe, Geschwindigkeit und Kurs dar. Die Kartenansicht zeigt die eigene Position und alle AIS-Ziele in der Umgebung. Nutzer können zwischen verschiedenen Kartenmaterialien wählen.
Das System arbeitet mit gängigen Navigations-Apps zusammen. Apps wie Garmin Navionics Boating, iNavX, iSailor oder OpenCPN greifen direkt auf die NMEA-Daten zu. Die Übertragung erfolgt in Echtzeit über das lokale WLAN-Netzwerk. Die Reichweite beträgt je nach Bootsgröße und Aufstellort 15 bis 30 Meter.
Das EasyHub verfügt über einen eingebauten Buzzer für akustische Alarme. Nutzer definieren Schwellenwerte für verschiedene Parameter. Der Tiefenalarm warnt bei Unterschreitung einer festgelegten Wassertiefe. Der Windalarm reagiert auf zu hohe Windgeschwindigkeiten. Ein Ankeralarm überwacht die Position im Schwojkreis.
Die AIS-Kollisionserkennung berechnet CPA (Closest Point of Approach) und TCPA (Time to Closest Point of Approach). Bei Unterschreitung der eingestellten Werte gibt das System Alarm. Die Werte lassen sich für verschiedene Situationen anpassen. In engen Fahrwassern sind andere Einstellungen sinnvoll als auf offener See.
Ein Kursalarm warnt bei Abweichungen vom eingestellten Kurs. Diese Funktion ist besonders bei Verwendung von Windsteueranlagen relevant. Die MOB-Funktion speichert auf Knopfdruck die aktuelle Position und zeigt den Rückkurs an.
Das automatische Logbuch zeichnet Borddaten während der Fahrt auf. Nutzer wählen aus, welche Werte erfasst werden sollen. Das System erstellt Einträge automatisch in festgelegten Zeitabständen. Die Daten lassen sich als CSV-Datei exportieren.
Die Routenaufzeichnung läuft über den Cloud-Service. Das System sendet Positionsdaten in einstellbaren Intervallen an die Cloud. Nutzer können die aufgezeichnete Route über einen Link teilen. Familie und Freunde verfolgen dann den Törn auf einer Webseite. Eine Pin-Funktion ermöglicht das Markieren besonderer Orte mit Notizen.
Das System sammelt während des Segelns Daten zu Windwinkel, Windgeschwindigkeit und Bootsgeschwindigkeit. Aus diesen Werten berechnet es ein Boot-Polar. Dieses Diagramm zeigt die Segelperformance unter verschiedenen Bedingungen. Die Datensammlung erfolgt automatisch im Hintergrund.
Das erstellte Polar lässt sich in Routing-Apps wie PredictWind oder der Offshore-App nutzen. Diese Programme berechnen dann optimale Routen basierend auf den tatsächlichen Segeleigenschaften des Bootes. Die Genauigkeit steigt mit der Menge der gesammelten Daten.
Der optionale Cloud-Service ermöglicht den Zugriff auf Borddaten von überall. Das EasyHub benötigt dafür eine Internetverbindung über WLAN oder Mobilfunk. Nutzer sehen dann auch vom Landgang aus alle aktuellen Werte. Die Instrumentenanzeige und Kartenansicht stehen in vollem Umfang zur Verfügung.
Der Service kostet nach Herstellerangaben keine monatliche Gebühr. Die Routenaufzeichnung und das Teilen von Tracks sind im Kaufpreis enthalten. Für die Internetverbindung an Bord benötigen Nutzer einen eigenen Mobilfunk-Router oder Marina-WLAN.
Das Gateway arbeitet mit allen NMEA2000-kompatiblen Geräten zusammen. Dazu gehören GPS-Empfänger, Windmesser, Echolote, AIS-Transponder und Batteriemanagement-Systeme. Die Anzahl der anschließbaren Geräte richtet sich nach der Kapazität des NMEA2000-Netzwerks.
Software-Updates erfolgen über die Weboberfläche. Der Hersteller gibt an, neue Funktionen kostenlos bereitzustellen. Ein Abo-Modell gibt es nicht. Die Update-Frequenz und der langfristige Support sind noch nicht dokumentiert.
Die WLAN-Reichweite begrenzt die Nutzung auf das Boot und die unmittelbare Umgebung. Für Zugriff aus größerer Entfernung ist der Cloud-Service mit Internetverbindung erforderlich. Die Anzahl gleichzeitig verbundener Geräte liegt laut Hersteller bei maximal zehn.
Die Darstellung im Browser funktioniert auf allen gängigen Betriebssystemen. Die Bedienung auf kleinen Smartphone-Displays kann bei komplexen Ansichten umständlich sein. Tablets bieten hier deutlich mehr Übersicht.
Der Stromverbrauch wird vom Hersteller nicht konkret angegeben. Für Dauerüberwachung im Hafen sollte die Batterie ausreichend dimensioniert sein. Eine Abschaltautomatik bei niedrigem Batteriestand ist nicht dokumentiert.
Das EasyHub kostet 599 Euro. Im Lieferumfang sind das Gateway, ein NMEA2000-Anschlusskabel und eine Montageplatte enthalten. Zusätzliches Installationsmaterial wie T-Stücke oder Abschlusswiderstände müssen separat beschafft werden.
Die Montage können technisch versierte Eigner selbst durchführen. Werften berechnen für die Installation je nach Aufwand 100 bis 200 Euro. Die Garantie beträgt zwei Jahre.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT
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