VergleichBergehilfen für den Gennaker

Hauke Schmidt

 · 05.01.2014

Vergleich: Bergehilfen für den GennakerFoto: YACHT/ B. Scheurer
Der Bergeschlauch muss vom Vorschiff aus bedient werden, einer der wenigen Nachteile des Systems
Schlauch und Top-Down-Rollanlagen buhlen um die Gunst des Skippers. Die Stärken und Schwächen der Systeme zeigt der Praxisvergleich

Regattacrews stopfen den Gennaker an der Leetonne in Sekundenschnelle in Vor- oder Hauptluk. Fahrtensegler tun sich mit dem bunten Tuch oft deutlich schwerer. Ohne die zupackenden Hände der Crew und ohne Training erscheint das klassische Berge­manöver vielen riskant und kraftraubend.

Abhilfe versprechen Bergeschläuche und seit kurzem auch Rollanlagen, mit denen sich der Gennaker ähnlich einer Genua aufwickeln lassen soll. Die neueste Entwicklung dabei ist der sogenannte Top-Down-Furler. Er besteht aus einem Endlos-Roller mit Wirbel für den Segelhals, einer Antitor­sionsleine, auch Kabel genannt, und einem Toppwirbel. Anders als bei einer Rollgenua oder den schon länger erhältlichen, flachen Rollgennakern und Code Zeros ist das Vorliek des Segels hier nicht mit der Rollanlage verbunden. Vorteil der Konstruktion: Da das Segel nur vom Kopf aus gewickelt wird, sind auch sehr tiefe Schnitte mit ausgestelltem Vorliek kein Problem. Im Prinzip lässt sich jeder bestehende Gennaker mit einer Top-Down-Rollanlage setzen und bergen.

Ob das etwa 2300 Euro teure System tatsächlich so problemlos funktioniert und welche Vorteile es gegenüber einem konventionellen Bergeschlauch bietet, haben wir in der Praxis getestet. Für welchen Einsatz die Investition Sinn ergibt und wo der Bergeschlauch überlegen ist, lesen Sie in YACHT 2/2014.

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Hauke Schmidt

Redakteur Test & Technik

Hauke Schmidt zog bereits im Opti-Alter an die Küste und wuchs auf Jollen und Dickschiffen auf. Seit 2006 ist der Diplom Ozeanograf als Redakteur im Ressort Test & Technik tätig. Zu den Kernaufgaben gehören Ausrüstungs- und Bootstest, aber auch Praxisthemen rund um Elektronik, Seemannschaft und Refit. Als leidenschaftlicher Selbermacher verbringt er die Sommer am liebsten mit seiner Familie auf dem Wasser und die Winter mit Arbeiten am Boot.

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