Für Stromversorgung auf See kommen (neben Systemen, die Kraftstoff verbrauchen) drei Systeme infrage: Solarmodule, Wind- und Hydrogeneratoren. Die beiden Ersten liefern nur Strom, wenn die Sonne scheint und ausreichend Wind weht. Das kann nachts und auf einem Vorwindkurs, wo der scheinbare Wind sehr schwach ist, schon knapp werden. Diese Lücke kann ein Hydrogenerator schließen, Voraussetzung für diese Art der Stromversorgung ist aber Fahrt im Schiff.
Der Hydrogenerator von Ocean-Power soll besonders effizient arbeiten und weniger anfällig für Ausfälle sein. Das soll unter anderem daran liegen, dass der Rotor und die äußere Wicklung des Generators einzeln gekapselt sind und es keine Dichtung zwischen Propellerwelle und Gehäuse gibt. Wo keine Dichtung ist, können auch keine Lackagen entstehen, die Komponenten sollen allesamt seewasserbeständig sein. Für leichten Lauf sorgen Wälzlager.
Der Hydrogenerator soll laut Hersteller ab etwa drei Knoten Fahrt durch Wasser anfangen, Strom zu erzeugen. Bei
12 Volt Spannung soll dann 1 Ampere Strom fließen. Bei fünf Knoten Fahrt sollen es 6,5 Ampere und bei sechs Knoten 10 Ampere sein. Dann lässt sich damit schon der Verbrauch eines Autopiloten kompensieren.
Der Schaft mit Generator und Propeller ist 75 Zentimeter lang, das Aluminiumgestänge zum Aufholen am Spiegel misst 100 Zentimeter. Allerdings verspricht der Hersteller, auch auf Kundenwünsche einzugehen, wenn die Standardmaße nicht zum Boot passen. Der Hydrogenerator wiegt sieben Kilogramm.
Der Hydrogenerator von Ocean-Power kostet 1998 Euro.