Energie an Bord gibt es nie genug. Ladegeräte wollen mit Strom versorgt werden, Kühlboxen, Lampen und Navigationselektronik. Doch die Batteriekapazität ist endlich, irgendwann muss nachgeladen werden. Solarpaneele sind dafür eine gute Lösung. Nicht jeder aber möchte seine Plicht mit einem großen Geräteträger überkronen, um im großen Maßstab gerahmte Glas-Module zu montieren, bezogen auf das Preis/Leistungsverhältnis nach wie vor die beste Lösung. Andere Lösungsansätze müssen her.
Ultraflache, flexible Module spielen an Bord ihre Vorteile aus. Nur wenige Millimeter dünn, können sie ohne Einschränkungen auf Deck- oder Aufbauflächen geklebt werden. Sie sind so leicht, dass sie auch im mobilen Einsatz überzeugen. Während der Fahrt unter Deck verstaut, kommen sie erst am Liegeplatz an Deck, lassen sich mit einem Handgriff in Richtung Sonne justieren und sind damit fast doppelt so effektiv wie ein flach auf dem Dach montiertes Modell.
Günstig ist das aber nicht. Sind gerahmte Glasmodule mittlerweile zu Massengut geworden, mit Preisen von 1 bis 3 Euro je Watt und Qualitätsanspruch, liegen die Anschaffungskosten für Ultraflach-Paneele schnell viermal so hoch. Kleine Serien und kostspielige Materialien treiben den Preis in die Höhe, das wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern.
Grund genug, den Modulen einmal in einem Praxistest auf den Zahn zu fühlen. Zum Test lieferten insgesamt sechs Hersteller ihre Produkte, wir fokussierten auf Modelle mit einer Leistung von 70 Watt. Für gleichmäßige, praxisnahe Testbedingungen wurde der Test im Süden Marokkos durchgeführt.
Wer aus der Wintersonne als Gewinner zurückkehrte und welche Module nicht hielten, was sie versprachen, das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der YACHT.