LED-SuchscheinwerferViel Licht für wenig Strom

Martin-Sebastian Kreplin

 · 16.04.2012

LED-Suchscheinwerfer: Viel Licht für wenig StromFoto: Seekate/Martin-Seb. Kreplin

Leuchtdioden sind auf dem Vormarsch. Vor wenigen Jahren noch leuchtschwach und teuer, dreht sich die Leistungsspirale immer schneller

Mal ehrlich: Wie oft benutzen Sie Ihren Handscheinwerfer an Bord? Kabel einstecken, raus an Deck zerren, und dann bitte nicht zu lange nutzen, sonst schwindet die Batteriekapazität für die Positionsbeleuchtung.

Mit LED öffnen sich in dieser Hinsicht gerade neue Möglichkeiten. Hersteller hochwertiger Taschenlampen übertrumpfen sich mit immer größerer Lichtausbeute, während die Preise für die Geräte stetig fallen. Interessante Alternativen für den Halogen-Suchscheinwerfer, mit dem bei Bedarf die dunkle Hafeneinfahrt oder schlimmstenfalls der Überbordgefallene ausgeleuchtet werden können. Ohne Kabel, ohne Strombudget.

Zum Beispiel der LED Lenser X21. Er zieht seinen Strom aus vier handelsüblichen Batterien, eine Variante mit Akku soll im Sommer folgen. Der Lichtstrahl ist fokussierbar und leuchtet auf gut 200 Meter hell und punktgenau aus, auch in 300 Metern Entfernung ist es noch spürbar heller. Schade: Die Linsen im sonst sehr robusten Alu-Gehäuse bestehen nur aus Kunststoff. Auch ist der Kauf mit einem Marktpreis von rund 250 Euro recht teuer.

Alleinstellungsmerkmal der X21 ist ihre Fokussiermöglichkeit, mit einem Griff wird aus dem Suchscheinwerfer ein Flutlicht. Konkurrenzprodukte von Taclights, Fenix oder Wolf Eyes bieten diese Möglichkeit nicht, punkten aber zum Beispiel mit Wasserdichtigkeit, Wechselakkus oder einem gummierten Gehäuse. Gerade Letzteres ist an Bord ein sinnvolles Detail, denn die zur besseren Kühlung der Dioden aus Aluminium gefertigten Lampen sind durchaus schwer und scharfkantig.

Baumarkt-Artikel sind all diese Lampen nicht, oft kommen sie von Herstellern, die der Sicherheits- und Militärausrüstung näherstehen als Privatkunden. Den Segler kann es freuen, die Verarbeitung dürfte in den meisten Fällen den Bordeinsatz gut verkraften.

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