EwincherDie Kurbel, die jede Winsch zur E-Winsch macht

Michael Rinck

 · 31.05.2018

Ewincher: Die Kurbel, die jede Winsch zur E-Winsch machtFoto: YACHT/Nico Krauss
Die Kurbel, die jede Winsch zur E-Winsch macht
Nicht immer ist es möglich, elektrische Winden nachzurüsten. Der Ewincher hat den Antrieb in die Kurbel integriert

Der Ewincher aus Frankreich soll Seglern helfen, die schon über die Nachrüstung elektrischer Winschen nachgedacht haben, aber wegen zu wenig Platz für Antrieb und zusätzliche Akkus an Bord oder der hohen Kosten diesen Wunsch nicht umsetzen mochten. Die Kurbel mit E-Antrieb muss nicht installiert werden und soll dank Lithium-Ionen-Akku und bürstenlosem Motor nicht nur viel Kraft haben, sondern auch mindestens einen Segeltag durchhalten.

Beim Segelsetzen als Unterstützung für die letzten Meter Fall oder zum Trimmen der Schoten soll der Ewincher behilflich sein. Per Knopfdruck kann die Drehgeschwindigkeit reguliert werden. Mit einem zweiten Knopf wird die Drehrichtung gewechselt, so stehen beide Gänge der Zweigangwisch zur Verfügung. Außerdem kann ganz normal gekurbelt werden und die E-Unterstützung gleichzeitig genutzt werden.

  Der Akku kann gewechselt werden. Alle Komponenten sind wasserdichtFoto: YACHT/Nico Krauss Der Akku kann gewechselt werden. Alle Komponenten sind wasserdicht

Der Ewinscher hat den gleichen Hebelarm und Griff wie eine normale manuelle Kurbel. Der Akku ist wechselbar, und alle Komponenten sind nach IPX6-Standard wasserdicht. Der Hersteller empfiehlt den Ewincher für Boote von 30 bis 50 Fuß. Die Elektro-Kurbel kostet 2600 Euro inklusive Batterie, Ladegerät, Halterung und Tasche. Ein zusätzlicher Akku kostet 390 Euro.

Wir hatten bereits die Gelegenheit, den Ewincher zu testen. Wie sich die elektrische Kurbel im Test geschlagen hat, lesen Sie in der YACHT 14/2018, ab dem 27. Juni am Kiosk.

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung