Zhik Inshore 400Ölzeug mit Problemen bei der Passform

Michael Rinck

 · 21.05.2026

Zhik Inshore 400 ist ein sehr leichtes Ölzeug.
Das Zhik Inshore 400 ist ein leichtes Ölzeug für Inshore-Segeln, das aber im Test enttäuscht. Jacket und Salopette kosten 299 Euro (Jacke) und 259 Euro (Hose). Das Ölzeug ist sehr dünn und leicht, aber nicht besonders körpernah geschnitten – eher eine Nummer zu groß.

Themen in diesem Artikel

Im Test zeigten sich beim Inshore 400 von Zhik Schwächen bei der Passform: Die Jacke ist zu weit, aber die Träger der Salopette sind das größte Problem: Sie sind schmal, haben keinen Stretch und eine unbequeme Plastikschnalle. Beim aufrechten Stehen sind sie zu locker, in der Hocke schneiden sie unangenehm ein. Die Passform stimmt einfach nicht. Insgesamt macht das Zhik keinen hochwertigen Eindruck.

Passformprobleme

Das größte Manko sind die Schulterträger. Sie bestehen aus einfachem Gurtband, etwa 40 Millimeter breit, ohne jeglichen Stretch. Die Plastikschnalle zur Verstellung ist hart und schneidet ein. Wenn man aufrecht steht, sind die Träger tendenziell zu locker – man kann sie fester machen, aber sobald man in die Hocke geht, ziehen sie massiv auf den Schultern und schneiden ein. Das ist wirklich unangenehm und ein klarer Mangel. Das Ölzeug ist insgesamt nicht besonders körpernah geschnitten. Es lässt sich zwar einstellen, aber die Passform bleibt unbefriedigend.

Verstärkungen und Bündchen

Verstärkungen gibt es am Gesäß und an den Knien. Die Fußbündchen können verstellt werden, innen ist etwas PU-Beschichtung zur Abdichtung vorhanden. Die Kapuze hat eine zweifache Verstellung – vorne und hinten im Nacken. Sie dreht super mit, alles fein. Keine Probleme mit der Sicht. Das ist ein Pluspunkt.

Minimale Ausstattung

Es gibt nicht sonderlich viele Taschen: normale Seitentaschen in der Jacke, eine Innentasche und an der Hose eine aufgesetzte Tasche auf dem rechten Oberschenkel. Der Reißverschluss hat innen eine Windklappe, aber außen keine Sturm- oder Regenklappe. Das ist bei einem Inshore-Ölzeug aber normal und kein Minuspunkt.

Macht keinen hochwertigen Eindruck

Das Zhik Inshore 400 ist das erste Ölzeug im Test, dass nicht überzeugen kann. Es ist sehr leicht – ein Vorteil – aber es macht keinen hochwertigen Eindruck. Die Passform stimmt nicht, die unbequemen Träger sind ein echter Mangel.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Technische Daten:

Preis:

  • Jacke: 299 Euro
  • Salopette: 259 Euro

Gewicht:

  • Jacke: 644g
  • Salopette: 805 g

Material:

  • 3-lagiges Laminat
  • Wasserdicht, atmungsaktiv
  • Dünn und leicht

Einsatzbereich:

  • Inshore
  • Sommersegeln

Farben:

  • Schwarz
  • Beige
  • Grün

Schulterträger – Das Hauptproblem:

  • Nur ca. 40 mm breit (sehr schmal!)
  • Kein Stretch im Material
  • Unbequeme Plastikschnalle zur Verstellung
  • Beim aufrechten Stehen zu locker
  • In der Hocke schneiden sie massiv ein
  • Hart und unangenehm auf den Schultern
  • Gravierender Passformmangel

Passform – Zweites Hauptproblem:

  • Nicht körpernah geschnitten
  • ßFühlt sich an wie eine Nummer zu groß
  • Trotz Verstellmöglichkeiten unbefriedigend
  • Schlabbert am Körper

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung