Musto HPX MidlayerSo bleibt es warm unterm Ölzeug

Michael Rinck

 · 01.03.2026

Die HPX Midlayer Jacke wurde für den professionellen Offshore-Segelsport entwickelt.
Foto: Frisch
Wärmende Lage unterm Ölzeug.
HPX Gore-Tex Primaloft Midlayer Jacke:

Musto erweitert die HPX-Serie um zwei Midlayer-Produkte für professionelles Offshore-Segeln. Die Jacke und Salopette kombinieren Gore-Tex-Material mit Primaloft Gold Active-Isolierung und dienen als wärmende Zwischenschicht unter dem Ölzeug.

​Midlayer sind die oft unterschätzte zweite Schicht im Zwiebelprinzip der Segelbekleidung. Sie werden über der Funktionsunterwäsche und unter dem Ölzeug getragen und müssen einen Spagat leisten: Wärme spenden bei kalten Bedingungen, gleichzeitig Feuchtigkeit nach außen transportieren und dabei nicht zu dick auftragen. Musto adressiert mit der HPX Midlayer-Serie speziell Offshore-Segler, die bei langen Nachtwachen oder mehrtägigen Etappen der Kälte ausgesetzt sind. Die Kombination aus wasserdichtem Gore-Tex-Außenmaterial und synthetischer Isolierung soll auch bei Feuchtigkeit Wärmeleistung bieten. Ein Vorteil gegenüber Daunen, die bei Nässe ihre Isolierfähigkeit verlieren.

Gore-Tex mit Primaloft-Isolierung

Die HPX Midlayer Jacke besteht aus Gore-Tex-Material, das wasserdicht und winddicht ist, gleichzeitig aber Wasserdampf nach außen transportiert. Dies ist wichtig, da Midlayer-Kleidung nicht nur vor Kälte von außen schützen, sondern auch Schweiß von innen ableiten muss. Bei mehrstündigen Wachen oder körperlicher Arbeit an Deck entsteht Feuchtigkeit, die nach außen muss, sonst kühlt der Körper aus, sobald die Aktivität nachlässt.

Die Isolierung besteht aus Primaloft Gold Active. Diese synthetische Füllung ist leichter als Daunen und behält auch bei Feuchtigkeit ihre Wärmeleistung. Das ist der entscheidende Vorteil auf See: Selbst wenn durch Spritzwasser oder Schweiß Feuchtigkeit eindringt, isoliert das Material weiter. Die Füllung besteht zu 55 Prozent aus recyceltem Polyester, das Außenmaterial komplett aus recyceltem Polyester. Alle Nähte sind vollständig getapt, der YKK AquaGuard-Reißverschluss verhindert das Eindringen von Wasser durch den Verschluss.

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Der Schnitt ist auf das Tragen unter Ölzeug abgestimmt. Die Jacke trägt nicht zu dick auf, lässt aber ausreichend Bewegungsfreiheit. Vorgeformte Ärmel folgen der natürlichen Armhaltung beim Trimmen oder Steuern. Der Kragen ist nicht zu hoch geschnitten und innen mit weichem Trikotfutter versehen, um Scheuern am Hals zu vermeiden. Der Rückensaum ist verlängert, der auch bei gebeugter Haltung den Nierenbereich abdeckt. Verstellbare Ärmelbündchen und ein Kordelzug am Saum ermöglichen individuelle Anpassung.

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Drei Taschen bieten Stauraum: eine Seitentasche mit Reißverschluss und zwei Brusttaschen. Reflektierende Details erhöhen die Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Eine externe Aufhängeschlaufe erleichtert das Trocknen nach dem Einsatz. Die Jacke ist nur in Schwarz erhältlich und kostet 399 Euro. Die Größen reichen von XS bis XXL.

Salopette als Ergänzung

Die HPX Gore-Tex Salopette ergänzt die Jacke und dient als zweite Schicht über der Funktionsunterwäsche. Sie bietet zuverlässige Wärmeleistung bei gleichzeitig geringem Gewicht. Die Salopette besteht aus dem gleichen recycelten Material wie die Jacke und ist dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv.

Die Primaloft Gold Active-Isolierung sorgt für hohe Wärmeeffizienz, ohne Bewegungsfreiheit oder Tragekomfort einzuschränken. Der Schnitt ist körpernah, aber nicht eng, und ermöglicht das Tragen über dicker Unterwäsche. Stretch-Einsätze im Schulterbereich der Träger verbessern die Passform und Flexibilität. Ein elastischer Taillenbund sorgt für komfortablen Sitz auch bei Bewegung.

Die Beine sind clever geschnitten und laufen schmal zu, sodass die Salopette problemlos mit Stiefeln getragen werden kann. YKK AquaGuard-Reißverschlüsse und komplett getapte Konstruktion halten Feuchtigkeit fern. Die Salopette ist ebenfalls nur in Schwarz erhältlich und kostet 429 Euro. Die Größen reichen von XS bis XXL.

Für professionelle Offshore-Einsätze

Die HPX Midlayer-Serie richtet sich klar an Segler, die bei rauen Bedingungen auf offener See unterwegs sind. Die Kombination aus wasserdichtem Außenmaterial und synthetischer Isolierung ist aufwendiger – und teurer – als einfache Fleece-Midlayer. Der Vorteil liegt in der Vielseitigkeit: Die Kleidung kann auch als äußere Schicht bei milderen Bedingungen getragen werden oder als zusätzliche Isolierung unter schwerem Offshore-Ölzeug.

Die HPX Midlayer-Serie ist über Frisch, Musto-Händler und den Musto-Webshop erhältlich. Mit 399 Euro für die Jacke und 429 Euro für die Salopette liegen die Preise im oberen Segment.

Technische Daten:

Material:

  • Außenmaterial: 100 % Polyester (recycelt)
  • Futter: 100 % Polyamid
  • Isolierung: 55 % Polyester (recycelt), 45 % Polyester
  • Gore-Tex (wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv)
  • Primaloft Gold Active-Isolierung

Ausstattung:

  • YKK AquaGuard Reißverschluss
  • Vollständig getapte Nähte
  • Verlängerter Rückensaum (Tail Drop)
  • Weiches Trikotfutter am Kragen
  • Verstellbare Ärmelbündchen
  • Verstellbarer Kordelzug am Saum
  • Vorgeformte Ärmel
  • 1 Seitentasche mit Reißverschluss
  • 2 Brusttaschen
  • Reflektierende Details
  • Externe Aufhängeschlaufe

Verfügbarkeit:

  • Farbe: Black
  • Größen: XS-2XL
  • Preis: 399 Euro

HPX Gore-Tex Primaloft Midlayer Salopette:

Material:

  • Außenmaterial: 100 % Polyester (recycelt)
  • Futter: 100 % Polyamid
  • Isolierung: 55 % Polyester (recycelt), 45 % Polyester
  • Gore-Tex (wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv)
  • Primaloft Gold Active-Isolierung

Ausstattung:

  • YKK AquaGuard Reißverschlüsse
  • Vollständig getapte Konstruktion
  • Stretch-Einsätze im Schulterbereich
  • Elastischer Taillenbund
  • Schmal zulaufende Beine
  • Für Tragen mit Stiefeln optimiert

Verfügbarkeit:

  • Farbe: Black
  • Größen: XS-2XL
  • Preis: 429 Euro

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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