Das Marinepool Sunderland FL3 ist ein Coastal-Ölzeug. Im Test zeigte es solide Leistung. Allerdings ist die Salopette sehr weit geschnitten und schlabbert etwas an den Beinen. Die Kapuze hat einen langen Schirm, der aber an den Schläfen etwas schmal ist.
Das Marinepool Sunderland FL3 ist ein Coastal-Ölzeug mit mittlerer Ausstattung. Jacket und Salopette kosten 379 Euro (Jacke) und 359 Euro (Hose). Das Ölzeug hat einen höheren Kragen als Inshore-Modelle, aber keine Wärmetaschen mit Futter. Die Bündchen an den Ärmeln sind doppelt mit PU-Beschichtung für bessere Abdichtung. Eine doppelte Sturm- und Regenklappe über dem Reißverschluss schließt mit massivem Klett. Allerdings: Die Salopette ist sehr weit, der Schnitt nicht körpernah. Die Kapuze hat einen sehr langen Schirm, der aber an den Seiten auf Höhe der Schläfen aufhört – Wasser kann an den Schläfen in den Kragen tropfen.
Die Salopette ist sehr weit geschnitten. Die Bewegungsfreiheit ist top, aber das Material schlabbert an den Beinen herum. An der Taille lässt sie sich mit sehr schmalen Gurtbändern verstellen. Das funktioniert, ist aber nicht besonders komfortabel. Insgesamt macht das Ölzeug einen etwas steifen Eindruck, der Schnitt ist nicht besonders körpernah.
Es gibt Reflektoren, seitliche Taschen am Bauch in der Salopette und eine aufgesetzte Tasche auf dem rechten Oberschenkel. Aber keine Wärmetaschen. Für wärmere Bedingungen okay, bei Kälte fehlt dieser Komfort.
Die Sturm- und Regenklappe über dem Reißverschluss ist doppelt ausgeführt. Sie schließt von beiden Seiten mit einer Wasserablaufrinne und einem Klett, der massiv zubeißt. Man muss richtig daran ziehen, um ihn wieder zu öffnen. Das ist gut für die Dichtigkeit, aber im Handling etwas unpraktisch, wenn man die Jacke häufig öffnen und schließen will.
Die Bündchen an den Ärmeln sind doppelt mit Innenbündchen mit PU-Beschichtung. Das bietet mehr Abdichtung als einfache Bündchen. Es gibt eine Innentasche in der Jacke.
Die Kapuze ist zweifach verstellbar und hat einen recht weit nach vorne ragenden Schirm, der das Gesicht schützt. Allerdings: Der Schirm hört an den Seiten auf, etwa auf Höhe der Schläfen. Das ist eine Schwachstelle. Wasser kann an den Schläfen entlang tropfen und in den Kragen laufen. Beim Test kam hier nur leichte Spray durch, also nicht besonders gravierend. Dennoch nicht perfekt. Die Kapuze dreht ganz gut mit. Die Sicht wird kaum eingeschränkt.
Das Sunderland FL3 erfüllt seine Funktion, überzeugt aber nicht vollständig. Der weite Schnitt und die Schwachstelle an der Kapuze sind Minuspunkte. Der Preis von 738 Euro ist noch recht fair.
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Redakteur Test & Technik