Henri Lloyd Ocean ProTechnisches Ölzeug mit raffinierten Details

Michael Rinck

 · 23.05.2026

Das Offshore-Ölzeug von Henri Lloyd konnte im Test überzeugen: Testsieger!
Das Henri Lloyd Ocean Pro ist ein hochfunktionales Offshore-Ölzeug mit außergewöhnlich vielen durchdachten Details. Die Serie besteht aus der Ocean Pro High Fit Bib, der Ocean Pro Jacke und einem Full Zip Smock als Alternative zur Jacke.

Themen in diesem Artikel

Besonders auffällig am neuen Hochsee-Ölzeug von Henri Lloyd: Ausgeformte, gepolsterte Knie, abnehmbare Sturmklappen und durchsichtige Einsätze in der Kapuze. Der körpernahe Schnitt bietet sehr gute Passform und viel Bewegungsfreiheit. Die Jacke kostet 818,95 Euro, die Bib 736,95 Euro, der Smock 696,95 Euro.

Gepolsterte Knie und körpernaher Schnitt

Die Hose ist körpernah geschnitten, bietet aber dennoch viel Bewegungsfreiheit. An Schultern, Taille und Fußbündchen lässt sie sich präzise einstellen. Die Knie sind nicht nur verstärkt, sondern auch anatomisch ausgeformt und mit einer dünnen Polsterung versehen – etwa ein bis zwei Millimeter dick. Das klingt wenig, macht aber einen spürbaren Unterschied beim Knien auf hartem Untergrund. Bei Vorschiffsarbeit auf dem Deck schützt die Polsterung effektiv.

Wärmetaschen mit Reißverschluss finden sich sowohl an der Jacke (zwei Stück) als auch am Smock. Sie sind mit Fleece gefüttert und halten die Hände warm. Zusätzlich gibt es zwei Taschen auf den Oberschenkeln der Bib.

Abnehmbare Sturmklappe und Kapuze mit Sichtfenstern

Die Jacke hat eine abnehmbare Sturmklappe, die in eine Kederschiene gezogen wird. Wenn sie stört, kann man sie einfach in der Tasche verstauen. Die Sturmklappe hat einen weichen Abschluss mit Fleece, der angenehm an der Nase anliegt. Zusätzlich gibt es eine weitere Sturmklappe am Reißverschluss – und die abnehmbare Außenklappe, die wie ein Visier vor das Gesicht klappt.

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Die Kapuze ist bei Jacke und Smock identisch und hat durchsichtige Einsätze im Schirm. Das ist praktisch: Selbst wenn die Kapuze nicht perfekt mitdreht, kann man durch die transparenten Bereiche zur Seite schauen. Die Sicht wird deutlich verbessert. Die Kapuze dreht nicht perfekt mit, aber ausreichend gut. Im Nacken hat sie einen weichen, herausziehbaren Bereich für besseren Komfort. Die Verstellung ist intuitiv.

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Smock mit Neoprenbündchen

Der Smock ist eine Alternative zur Jacke – kürzer, sportlicher, mit einem Neoprenbündchen am unteren Saum. Dieses schließt eng auf der Bib ab und soll auch bei massivem Spray keine Feuchtigkeit durchlassen. Innen hat der Smock eine abnehmbare Manschette, die zusätzlich gegen von unten kommendes Wasser abdichtet. Ein cleveres Detail: ein einzelner Knopf innerhalb des Reißverschlusses. Wenn man den Smock bei warmem Wetter öffnen will, sichert dieser Knopf, dass der Smock trotzdem am Körper anliegt und nicht nach hinten flattert.

Auch die Jacke hat eine innere Manschette, die abnehmbar ist. Der innere, PU-beschichtete, wasserdichte Kragen kann zusätzlich mit Klett verstellt werden. Viele Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit.

Extrem durchdacht

Das Ocean Pro ist ein Ölzeug für Segler, die Wert auf Details legen und auch bei miesen Wettervorhersagen auslaufen. Abnehmbare Sturmklappen, durchsichtige Kapuzeneinsätze, gepolsterte Knie, abnehmbare Manschetten – jedes Detail hat einen Zweck. Die Passform ist körpernah, aber nicht einschränkend. Das Material fühlt sich hochwertig an, die Verarbeitung ist exzellent.

Der Preis ist hoch, aber gerechtfertigt. Wer ein technisches Offshore-Ölzeug mit maximaler Funktionalität sucht, findet im Ocean Pro eine erstklassige Lösung. Testsieger in der Kategorie Offshore!

Technische Daten:

Preis:

  • Jacket: 818,95 Euro
  • High Fit Bib: 736,95 Euro
  • Full Zip Smock: 696,95 Euro

Gewicht:

  • Jacket: 1.406 g
  • Bib: 1.128 g
  • Smock: 1.114 g

Material:

  • DRIpro (Henri Lloyds eigene Membran)
  • 3-Lagen-Konstruktion
  • Wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv
  • Robust und langlebig

Einsatzbereich:

  • Offshore
  • Hochseeregatten
  • Extreme Bedingungen
  • Lange Passagen

Größen:

  • Herren/Damen: XS – 2XL
  • Separate Damen-Version mit Dropseat-Funktion verfügbar

Jacket-Features:

  • Sehr hoher Kragen
  • Abnehmbare Sturmklappe (per Kederschiene)
  • Kapuze mit durchsichtigen Einsätzen für bessere Sicht
  • Doppelte Armbündchen
  • Wärmetaschen
  • Wasserdichte Taschen mit Reißverschluss
  • Viele Verstautaschen
  • Reflektoren
  • Ergonomisch geformter Schulterbereich

Smock-Features:

  • Neoprenbündchen am unteren Saum (dichtet perfekt ab)
  • Knopf sichert geöffneten Smock am Körper
  • Kürzer als Jacket, körpernaher
  • Perfekt für massive Spray

Bib (High Fit)-Features:

  • Reicht bis auf die Brust (sehr hoch)
  • Gepolsterte, anatomisch ausgeformte Knie (ca. 1-2 mm dick)
  • Wärmetaschen auf der Brust
  • Taschen an den Beinen
  • Verstellbare Träger
  • Verstellbare Taille
  • Verstellbare Fußbündchen
  • Verstärkung am Gesäß
  • Dropseat-Funktion bei Damen-Version

Kapuze – Besonderes Highlight:

  • Durchsichtige Einsätze im Schirm für seitliche Sicht
  • Zweifach verstellbar
  • Verstaubar im Kragen
  • Hoher Schutz, dreht gut mit
  • Durchsichtige Bereiche kompensieren eingeschränkte Mitdrehung

Stärken:

  • ✅ Testsieger Offshore – beste Gesamtleistung
  • ✅ Durchsichtige Einsätze in Kapuze für perfekte Sicht
  • ✅ Gepolsterte, anatomisch ausgeformte Knie
  • ✅ Abnehmbare Sturmklappen und Manschetten
  • ✅ Smock mit Neoprenbündchen – absolut dicht bei Spray
  • ✅ Knopf sichert geöffneten Smock am Körper
  • ✅ Jedes Detail durchdacht und funktional
  • ✅ Sehr viele Verstautaschen
  • ✅ Körpernahe Passform ohne Einschränkung
  • ✅ Dropseat bei Damen-Version

Für wen geeignet:

  • Offshore-Segler (Langfahrten, Atlantik)
  • Hochseeregatta-Crews
  • Segler mit Anspruch an maximale Funktionalität
  • Vielsegler bei härtesten Bedingungen

Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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