Ausrüstungs-TestE-Winschkurbeln: leichter kurbeln

Michael Rinck

 · 05.04.2021

Ausrüstungs-Test: E-Winschkurbeln: leichter kurbelnFoto: Nils Theurer
E-Winschkurbeln: leichter kurbeln
Große Yachten, große Lasten: Elektro-Winschkurbeln ermöglichen alternativ zu elektrischen Schot- und Fallwinden günstige Hilfe. Der Test im PDF-Download

Wendemarathon im engen Fahrwasser oder das Setzen des Großsegels – vielen Fahrtencrews macht die Bedienung der Winschen Mühe, manchen fehlen einfach Kraft und Ausdauer. Oder beides kam im Alter an Bord abhanden. Aus diesem Grund ein kleineres Boot anschaffen mit weniger Schotzug? Aber bis auf die schwere Arbeit an den Winschen passt doch alles. Elektro-Winschen wären eine Option, allerdings eine enorme Investition – ab 2000 Euro kosten die Kraftpakete pro Stück. Sollen auch Schoten geholt werden, sind bei den meisten Cockpit-Aufteilungen zwei bis vier davon notwendig. Dazu kommen die fingerdicken Stromzuführungen, vielleicht eine eigene Batteriebank nebst Ladetechnik und obendrein die kostspielige Montage.

  Akku oder Kabel, Kurbel oder Schrauber: Um sich die Arbeit an der Winsch zu erleichtern, gibt es diverse LösungenFoto: Nils Theurer Akku oder Kabel, Kurbel oder Schrauber: Um sich die Arbeit an der Winsch zu erleichtern, gibt es diverse Lösungen

Elektrische Winschkurbeln kommen dagegen fast ohne Installation aus. Ihr großer Vorteil: Eines dieser Geräte genügt meist für alle Winschen an Bord, also Schoten, Fallen und selbst die Ankerwinsch. Und Charterer sind damit bei der Schiffswahl nicht eingeschränkt.

  Wendenmarathon mit der Betongenua: der Teststand für die E-KurbelnFoto: Nils Theurer Wendenmarathon mit der Betongenua: der Teststand für die E-Kurbeln

Eine Marktsichtung ergab acht Testkandidaten. Drei echte E-Kurbeln sind dabei: die kabelgebundene Modea des Herstellers Morea, das rund zehn Jahre am Markt befindliche Modell Winchrite aus den USA, seit Kurzem auch in Europa erhältlich, sowie die Ewincher-Kurbel aus Frankreich, erstmals vor fünf Jahren vorgestellt. Außerdem stießen wir auf drei Winsch-Adapter, mittels derer Akkuschrauber zu elektrischen Kurbelhilfen erweitert werden können.

Alle E-Kurbeln und Aufsätze für Akkuschrauber wurden an einem eigens in Zusammenarbeit mit Pfeiffer-Marine entwickelten Teststand ausprobiert. Dabei wurden Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Handhabung bewertet. Den vollständigen Test gibt es in der YACHT 7/2021 – hier bestellen (hier klicken) oder als digitale Ausgabe (hier klicken). Oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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