Ausrüstungstest
Decksbeläge: sicheren Schrittes

Die richtige Beschichtung des Laufdecks kann Unfälle vermeiden, schon beim Übersteigen an Bord ist Grip wichtig. 23 Oberflächen im Test, jetzt im PDF-Download

  • Michael Rinck
 • Publiziert vor 24 Tagen
Decksbeläge: sicheren Schrittes Decksbeläge: sicheren Schrittes Decksbeläge: sicheren Schrittes

YACHT/B. Scheurer Decksbeläge: sicheren Schrittes

Ein schönes Stabdeck sieht nicht nur gut aus, es bietet auch ebensolchen Halt. Wenn ein Crewmitglied an Deck ausrutscht, drohen Verletzungen; aber selbst wenn es glimpflich ausgeht, stört das zumindest den Manöverablauf. Bei starkem Seegang auf dem Vorschiff sollten sich Segler nicht nur auf ein griffiges Deck, sondern auch eine Sicherungsleine verlassen. Dennoch trägt ein rutschfester Decksbelag sehr zur Sicherheit an Bord bei und nicht nur zur schiffigen Optik. Ob beim neuen Boot oder auf dem gebrauchten und refitbedürftigen Schnäppchen – es muss eine Entscheidung getroffen werden, was aufs Deck kommt.

Dabei galt Teak lange als die erste Wahl, doch es sprechen auch einige Argumente dagegen: Teak ist ein Tropenholz, für das neben zertifizierten Zulieferern illegale Quellen den Regenwald abholzen. Qualität ist rar und zudem teuer, ein gutes Teakdeck kostet ab 1000 Euro pro Quadratmeter (vom Fachmann verlegt), es können aber auch mehr als 2000 Euro werden. Dazu kommt ein nicht unerhebliches zusätzliches Gewicht von etwa 6,5 Kilogramm pro Quadratmeter. Zudem muss das Deck gepflegt werden, und nutzt sich auch schneller ab als Alternativen aus Kunststoff.

YACHT/J. Kubica Schiefe Ebene: Jeder Beleg ließ im Versuchsaufbau erkennen, wo seine Grenzen sind

Anstelle des schönen Naturprodukts gibt es Stabdecks aus Kunststoffstäben, die genau wie die Holzvariante zu verlegen sind. Mit Kork existiert obendrein eine natürliche Alternative zum Kunststoff. Viele Hersteller bieten auch die Vorfertigung nach einer Scha­blone an. Die fertigen Paneele lassen sich dann selbst von Laien aufs Deck kleben. Dieses Verfahren wird auch für Decks aus Teakstäben angeboten und senkt den Preis, der dann irgendwo zwischen dem reinen Materialwert und der Summe liegt, die ein Fachbetrieb für die kompletten Arbeiten nimmt.

YACHT/J. Kubica Ganze 23 Beläge haben wir für den Test zusammengetragen. Im Bild sind drei nicht zu sehen, die auf der Rückseite der für den Test präparierten Platten angebracht sind

Günstiger und noch einfacher ist Rollenware, die ähnlich einem Teppichboden verlegt wird. Hier reicht häufig eine gute Schere zum Ausschneiden aus. Das Material kann vollständig in Eigenregie angepasst und verlegt werden. Eine weitere Möglichkeit, das Deck zu beschichten, ist Lack, der mit einem speziellen Additiv die nötige Rutschfestigkeit bewirkt. Diese Zusätze werden in Pulverform in die Farbe gegeben und sorgen so für eine raue und griffige Oberfläche. Vorteil der letztgenannten Variante ist die einfache Verarbeitung. Allein durch vorheriges Abkleben wird die Form der Beschichtung bestimmt, das zusätzliche Gewicht ist sehr gering und der Preis überschaubar, abhängig vom verwendeten Lacksystem.

Aus all diesen Varianten haben wir 23 Vertreter im Testfeld. Die Decksbeläge wurden entweder von den Herstellern beziehungsweise Händlern oder in der Redaktion auf Platten geklebt. Wichtigstes Kriterium im Test: die Rutschfestigkeit. Deswegen wurden die Platten dann schräg gestellt, dabei haben wir den Neigungswinkel gemessen. Der Tester stellte sich auf den Decksbelag, und es wurde der Winkel erfasst, bei dem die Schuhe anfingen zu rutschen. Als Ergebnis wurde der Winkel vermerkt, bis zu dem ein sicherer Stand möglich war.

Den vollständige Bericht mit allen Testergebnissen lesen Sie in der YACHT 6/2021. Das Heft können Sie  hier bestellen (hier klicken) , als  digitale Ausgabe (hier klicken) , oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

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    Decksbelag: Decksbeläge, 23 Oberflächen

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