Start-up Khulula bringt nachhaltige Optis auf den Markt
Grüner Opti: "Flaxxi" feiert Premiere in Hamburg

2021 sind der Schauspieler und Segler Simon Licht und Holger Ambroselli mit ihrer Idee durchgestartet. Jetzt sorgt der erste Flachs-Opti für Begeisterung

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 03.04.2022
Schauspieler und Segler Simon Licht und sein Segelfreund und Geschäftspartner Holger Ambroselli bei der Premiere ihres Eco-Optis beim Norddeutschen Regatta Verein an der Hamburger Außenalster Schauspieler und Segler Simon Licht und sein Segelfreund und Geschäftspartner Holger Ambroselli bei der Premiere ihres Eco-Optis beim Norddeutschen Regatta Verein an der Hamburger Außenalster Schauspieler und Segler Simon Licht und sein Segelfreund und Geschäftspartner Holger Ambroselli bei der Premiere ihres Eco-Optis beim Norddeutschen Regatta Verein an der Hamburger Außenalster

Lars Wehrmann/NRV Schauspieler und Segler Simon Licht und sein Segelfreund und Geschäftspartner Holger Ambroselli bei der Premiere ihres Eco-Optis beim Norddeutschen Regatta Verein an der Hamburger Außenalster

Staunen und Interesse waren gleichermaßen groß bei dieser Hamburg-Premiere: Im Norddeutschen Regatta Verein (NRV) stellten am Wochenende der Schauspieler und leidenschaftliche Segler Simon Licht und sein Segelfreund und Geschäftspartner Holger Ambroselli die Baunummer eins ihrer neuen Opti-Serie vor: "Flaxxi" ist eine Jüngstenjolle, die in Optik, Maßen, Gewicht und Look der klassischen Kinderjolle Optimist entspricht. Gefertigt allerdings ist dieses nachhaltige kleine Boot aus Flachs, Basalt und recyceltem Carbon. Sein CO2-Fußabdruck ist nach Unternehmensinfo 85 Prozent kleiner als der, den die aktuell in China produzierten Serien-Optis hinterlassen. Der grüne Opti ist zu 95 Prozent recycelbar. Lediglich der Gelcoat ist noch herkömmlicher Art. Mit an Bord des Öko-Optis ist der Tauwerkhersteller Robline mit Leinen der Serie Sirius 500 Green aus 100-prozentig receyceltem Polyester. "Wir möchten das vorhandene Bewusstsein von Nachhaltigkeit endlich auch auf die Straße bringen", erklärt Licht, der den Kino- und TV-Zuschauern hierzulande aus "Der Baader Meinhof Komplex", "Inga Lindström: Geliebter Feind" oder auch Gastrollen im "Tatort" bekannt ist und ab Mitte April in der dritten Staffel von "Das Boot" auf Sky zu sehen sein wird.

"Wir haben eine große Verantwortung für unseren Spielplatz"

tati Simon Licht, Holger Ambroselli und Michael Oberweger (Robline) mit dem Eco-Opti. Baunummer eins feierte Hamburg-Premiere und heißt "Flaxxi"

Parallel zu seinen Schauspiel-Einsätzen engagiert sich der 55-Jährige im gemeinsam mit Holger Ambroselli gegründeten Start-up Khulula für den nachhaltigen Bootsbau. Erstes ehrgeiziges Projekt des Duos ist eine Opti-Serie, die Kindern und Jugendlichen den umweltfreundlichen Segelkurs in die Zukunft zeigen soll. Weil sie vor einem Jahr zu zweit eine nachhaltige Regatta-Kampagne starten wollten, der Markt ihnen dafür aber kein passendes Boot bieten konnte, kamen die Freunde Licht und Ambroselli auf die Idee, selbst aktiv zu werden. "Wir haben damals schnell gemerkt, dass wir gar nicht nachhaltig segeln können. Dass es keine transparente Glaubwürdigkeit, weder auf dieser Produktebene noch bei Klamotten gab. Wir haben nur Plastik, Chemie, Harze, Kleber, aber doch eigentlich eine große Verantwortung für unseren Spielplatz. Also wollten wir etwas ändern und bei den Kleinsten anfangen", erklärt Licht den Aufbruch.

tati Taufpatin für den ersten Flachs-Opti in Hamburg: Die neunjährige NRV-Optiseglerin Juli Jeschonowski begeisterte die Gäste erst mit einem zauberhaften Opti-Gedicht und taufte das Boot dann auf den Namen "Flaxxi"

Ein Jahr später ist aus der Idee Realität geworden: Der erste Eco-Opti aus der Serie des Joint Ventures zwischen Khulula und Northern Light Composites in Triest war als Eco-Optimist am 2. April im Rahmen der Einweihung des neuen Jugend- und Inklusionshafens des Norddeutschen Regatta Vereins zu bestaunen. Wer es nicht besser wusste, sah einen ganz normalen werftneuen Opti. Dessen versteckte Öko-Talente, der Mix aus Naturfaser und recycelten Composite-Materialien, begeisterten die Einweihungsgäste im NRV-Hafen an der Hamburger Außenalster reihenweise. Eine kleine Deutschland-Tour mit "Flaxxi"-Besuchen von Segelvereinen und Segelschulen soll nun folgen. Ebenso Gespräche mit nationalen Segelverbänden und auch dem Weltseglerverband World Sailing. Es stellt sich die spannende Frage, ob sich die grünen Optis über die Begeisterung von jungen Seglern, Eltern, Vereinen und Segelschulen hinaus in Zukunft auch für den offiziellen nationalen und internationalen Regattabetrieb qualifizieren können.

tati Freuten sich über das positive Echo bei der Taufe ihres ersten Eco-Optis: Simon Licht und Holger Ambroselli


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