Catana GruppeBrand wütet in Werft in Canet-en-Roussillon

Martin Hager

 · 03.07.2026

Catana Gruppe: Brand wütet in Werft in Canet-en-RoussillonPhoto : Catanagroup/Archiv Yacht
Ein Waldbrand zerstörte gestern zwei von drei Produktionshallen der Catana Gruppe in Canet-en-Roussillon. Die Fertigung der größten Bali-Modelle und des Catana OC50 ist laut ersten Medienberichten direkt betroffen. Rund 3.000 Menschen mussten evakuiert werden, während die Flammen durch starken Wind angefacht das nautische Zentrum nahe der spanischen Grenze erreichten.

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Der Waldbrand, der am 2. Juli die Region Canet-en-Roussillon und Sainte-Marie-la-Mer heimsuchte, traf die Werft der Catana Gruppe. Zwei der drei Produktionsgebäude am historischen Standort der Katamaran-Experten wurden nach Angaben lokaler Medien vollständig zerstört. Das dritte Gebäude, in dem die Produktionsformen lagern, blieb intakt. Der starke Wind trieb die Flammen durch die Urlaubsregion, die sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Zentrum für den Bau von Multihulls entwickelt hat. Die Behörden evakuierten rund 3.000 Menschen, darunter auch zahlreiche Urlauber.

Auswirkungen auf die Catana-Produktion

Die zerstörten Hallen wurden für die Fertigung der Bali 5.8, des größten Modells der Bali-Reihe, sowie des Catana OC50 genutzt. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte sich die Catana Gruppe noch nicht zu den industriellen Konsequenzen des Brandes geäußert. Die drei weiteren Produktionsstandorte in Frankreich, Portugal und Tunesien werden helfen, die Gesamtauswirkungen der Feuerschäden auf den Betrieb zu begrenzen. Die erhaltenen Rumpf- und Decksformen ermöglichen theoretisch eine Wiederaufnahme der Fertigung an anderen Standorten, sobald die logistischen Voraussetzungen geschaffen sind.

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Das nautische Zentrum Canet-en-Roussillon

Canet-en-Roussillon hat sich in wenigen Jahren zu einem wichtigen Standort für die Multihull-Industrie entwickelt. Die Region beherbergt mehrere Werften und Zulieferbetriebe, die vom Wachstum des Katamaran-Segments profitieren. Der Brand trifft nicht nur die Catana Gruppe, sondern das gesamte nautische Cluster der Region. Neben den direkten Arbeitsplätzen bei Catana hängen zahlreiche weitere Beschäftigte in der Zulieferindustrie von der Produktion ab. Die langfristigen Folgen für das regionale Wirtschaftsgefüge lassen sich derzeit noch nicht abschätzen.

Geschichte & Unternehmensstruktur

Die Catana Gruppe blickt auf fast 40 Jahre Erfahrung im Katamaranbau zurück. Den entscheidenden Wendepunkt setzte Unternehmer Olivier Poncin: 2003 übernahm er die traditionsreiche Marke Catana und erkannte bald, dass der Blauwasser-Markt allein zu klein war. Seine Antwort war radikal: disruptive Konzepte, die die Katamaranwelt revolutionieren sollten. Im September 2014 folgte der Launch des ersten Bali 4.5 – und der Erfolg gab ihm recht.

Heute fertigt die Gruppe über 300 Boote pro Jahr, beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter und gilt als eines der profitabelsten Unternehmen der Branche.

Produktionsstandorte der Catana Gruppe

Das Unternehmen betreibt vier Werftstandorte: Der historische Hauptsitz liegt in Canet-en-Roussillon an der französischen Mittelmeerküste. Ein weiteres Werk befindet sich in Marans bei La Rochelle an der Atlantikküste. Hinzu kommen Produktionsstätten in El Haouaria (Tunesien) sowie in Portugal. Eine eigene Tischlerei in Rivesaltes ermöglicht der Gruppe zudem die vollständige Eigenfertigung ihrer Möbel. Serviceleistungen werden vom Stützpunkt Port Pin Rolland im Yachthafen Saint-Mandrier bei Toulon koordiniert.

Die Marken

Catana Catamarans steht für Leistung und Blauwasser-Kompetenz. Schlanke, leichte Rümpfe mit negativen Steven, optimierter Aerodynamik und hochwertiger Ausstattung machen die Kats zur ersten Wahl für anspruchsvolle und Performance-orientierte Langfahrtsegler.

Bali Catamarans revolutionierte den Markt mit der schwenkbaren Hecktür, einem integrierten Vorschiffsdeck und dem fließenden Übergang von Salon ins Cockpit. Das Raumkonzept schuf ein völlig neues Lebensgefühl an Bord und machte Bali zur kommerziell erfolgreichsten Marke der Gruppe.

YOT Power Catamarans ist die jüngste Marke und ergänzt das Segelportfolio um sportliche Motorkatamarane – modern, stabil und für ein breites Publikum konzipiert, das Fahrspaß mit vernünftigem Verbrauch verbinden möchte.

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Martin Hager

Martin Hager

Rédacteur en chef de YACHT

Martin Hager est rédacteur en chef des titres YACHT et BOOTE EXCLUSIV et travaille depuis 20 ans déjà pour la maison d'édition Delius Klasing. Il est né en 1978 à Heidelberg et a commencé à naviguer à l'âge de six ans, bien sûr sur un Opti. Suivirent bientôt le 420, le Sprinta Sport et le 470, qu'il a également navigué avec son frère sur les circuits de régate. Avec ses parents, il partait régulièrement en croisière charter dans l'archipel grec et baléare. Dès son plus jeune âge, il a su qu'il voulait faire de sa passion pour les sports nautiques son métier. Après son baccalauréat et un stage dans l'entreprise de construction navale Rathje à Kiel, il était clair que ce ne serait pas la construction navale classique. Au lieu de cela, il a étudié avec succès la construction navale et les techniques maritimes dans la capitale du Schleswig-Holstein et s'est concentré, là où il le pouvait, sur le domaine de la construction de yachts. Son mémoire de fin d'études portait sur « l'expérimentation d'une nouvelle méthode de prévision de la vitesse pour les yachts à voile ». En 2004, le magazine de superyachts BOOTE EXCLUSIV cherchait un rédacteur avec des connaissances techniques et nautiques, un poste fait pour Martin Hager. Sa candidature a été retenue et un stage de deux ans a été organisé. Après douze ans en tant que rédacteur, l'équipe de rédaction a changé et il a repris la responsabilité de BOOTE EXCLUSIV en tant que rédacteur en chef en 2017. Après le passage de Jochen Rieker, rédacteur en chef de YACHT depuis de nombreuses années, au rôle d'éditeur, Martin Hager a également repris début 2023 le poste de rédacteur en chef de YACHT, le plus grand magazine de voile d'Europe, qui fête cette année ses 120 ans. Lorsqu'il ne travaille pas sur des sujets pour les deux titres consacrés aux sports nautiques, Martin Hager préfère aller lui-même sur l'eau - de préférence avec du matériel de kite et de wingfoil ou pour un petit coup sur l'Alster après le travail.

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