Warnemünder WocheSchweckendiek ist Eastern District Champion

YACHT

 · 07.07.2026

Warnemünder Woche: Schweckendiek ist Eastern District ChampionPhoto : Pepe Hartmann
Start zur Langstrecke vor Warnemünde.
Teil 1 der großen Regattawoche vor den Toren Rostocks ist beendet. Wetterbedingt gab es einige Programmänderungen. So wurde Rund Bornholm verkürzt und die Ilca 7 starteten zeitweise nicht.

Die Langstrecke der Warnemünder Woche, Rund Bornholm, wurde aufgrund der Wetterlage auf 100 Seemeilen verkürzt und führt nicht um die dänische Insel sondern um eine Tonne nördlich von Rügen. Nach gesegelter Zeit hat die VO 60 “illbruck” mit Skipper Oliver Schmidt Rybandt das Rennen um vier Minuten vor der “ Ospa “ mit Skipper Otto Timm gewonnen, einem weiteren Boot der ehemaligen Volvo-Ocean-Race-Klasse. Der Sieger nach berechneter Zeit steht noch nicht fest.

Schweckendiek schlägt Willim

Der spannendste Kampf um das Treppchen fand in der ILCA-7-Klasse statt. Nach zwei souveränen Tagen stand Nik Aaron Willim ganz oben auf der Liste, dicht gefolgt von Vorjahressieger Ole Schweckendiek. Die beiden trennten nur vier Punkte. „Ich bin immer ganz gut rausgekommen, habe mich aus dem ganzen Stress freigehalten, und ich denke, heute war es das Wichtigste, frei loszukommen und seinen Weg zu segeln", fasst Schweckendiek seine Strategie zusammen. Mit Rang eins und zwei lieferte er ab. Für Willim lief es im letzten Rennen nicht gut. „Das letzte Rennen war schlecht: Ich bin nicht gut von der Linie weggekommen, habe einige strategische Fehler gemacht und dann zu viel Abstand nach vorne gehabt. Habe dann aber alles gegeben und war wieder Dritter, bin dann aber leider umgekippt. Ich habe vielleicht etwas zu viel gegeben", blickt Willim zurück. In den weiteren Rennen habe er dann wieder gefightet und sei auch stolz auf sich, dass er sich trotz der Anstrengungen in den letzten Tagen noch so motivieren konnte. Doch im letzten Rennen haben dann wieder zehn Meter gefehlt. Mit Rang sieben reichte es nicht mehr für den Sieg in der Eastern District Championship. Den sicherte sich der Kieler Schweckendiek.

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Comeback nach gesundheitlicher Pause

Für Willim war es eine wichtige Teilnahme mit einem sehenswerten Ergebnis. Nach der letzten Olympiakampagne nahm er sich eine Auszeit und stieg erst in diesem Jahr wieder in den Leistungssport ein. „Ich hatte chronische Migräne, die immer stärker wurde, war am Ende schmerzmittelabhängig, und dann musste ich den Sport etwas zurückstellen. Außerdem habe ich nebenbei noch meinen Master gemacht", blickt er auf die letzten beiden Jahre zurück. Jetzt möchte er wieder einsteigen und noch mindestens zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen aktiv im ILCA segeln. Nach der Warnemünder Woche blicken Willim und Schweckendiek schon auf die Weltmeisterschaft in Dublin, die in ein paar Monaten stattfindet. „Bei Westwind ist Warnemünde das geilste Revier in Deutschland", schließt Willim seine Teilnahme an der diesjährigen Warnemünder Woche ab.

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Gremlitza dominiert im ILCA 4 die Warnemünder Woche

Kira Gremlitzer: Siegerin Eastern District Championship ILCA 4Photo : Pepe HartmannKira Gremlitzer: Siegerin Eastern District Championship ILCA 4

Nachdem die ILCA 4 am Starkwindtag pausiert hatten, ging es für die verbliebenen 17 Starter für gleich drei Wettfahrten hinaus aufs Wasser. Die Führende Kira Gremlitza ließ nichts mehr anbrennen und konnte sich im ersten Lauf sogar ihren Streicher mit Platz fünf erlauben. Mit den Plätzen eins und zwei in den nächsten beiden Läufen sicherte sich die Jugendseglerin des Berliner Yacht-Clubs den Sieg in der Eastern District Championship der ILCA 4. Auf Rang zwei dahinter: Julian Konrad Garbe, der einen ärgerlichen Penalty kassierte, welcher den Verlauf des Rennens aber nicht groß beeinflusste. Rasmus Buck komplettiert das Treppchen. Im ILCA 6 lieferte der diesjährige Eastern District Champion Victor Hensel die konstanteste Leistung der bisherigen Warnemünder Woche ab. Sechs Rennen in Folge auf Platz eins – die schlechteste Platzierung, als Streicher, war Rang zwei in der ersten Wettfahrt. Mit Abstand dahinter: Peter Selko aus Dänemark und Stephanie Louise Norton aus Hongkong.

Budzien triumphiert im Finn Dinghy

André Budzien: Sieger bei den Finns.Photo : Pepe HartmannAndré Budzien: Sieger bei den Finns.

Nach den Starkwindrennen der Warnemünder Woche mit nur vier Stars gingen die verbliebenen zehn Starter aufs Wasser. Die zwei Wettfahrten brachten aber keine Veränderungen im Klassement mehr. André Budzien sicherte sich den Gesamtsieg bei den anspruchsvollen Bedingungen vor Warnemünde vor Fabian Lemmer und Harald Weichert. „Sehr herausfordernde Bedingungen. Leider war unser Feld nicht so groß. Aber die besten Segler der Klasse aus Deutschland waren hier. Es war ein sehr interessanter Wettkampf. Es hat super Spaß gemacht", so Budzien. Er verlässt die 88. Warnemünder Woche noch nicht, sondern startet am Freitag im OK. Für das Wochenende sind eher leichte Winde vorhergesagt. Das hätte sich Budzien eher umgekehrt gewünscht. Die OK ist etwas kleiner, und er sei relativ schwer, führt er aus. Bei weniger Wind rechnet er daher eher mit Problemen.

Topcats bei der Warnemünder Woche

Die Topcats starteten in verschiedenen Versionen.Photo : Pepe HartmannDie Topcats starteten in verschiedenen Versionen.

Die Topcats konnten endlich in allen Klassen während der Warnemünder Woche Wettfahrten segeln. Die Bedingungen mit zehn bis 15 Knoten waren besser als zuvor. Sascha Streichel dominierte das kleine Feld der Topcat K1 mit insgesamt vier ersten Plätzen. Dahinter folgten Gerrit Haake und Sascha Giebelhausen. Im K2 starteten nur noch Ralf Zank und Steffen Johne in den letzten Tag. In dieser Reihenfolge standen sie auch auf dem Treppchen. Ein ähnliches Bild bei den K3. In der ohnehin nur mit drei Teilnehmern besetzten Klasse starteten noch Matthias Horstmann und Enno Harders. Hier stand Horstmann schließlich oben auf dem Treppchen.

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