Die Cafe Racer 60 markiert den Einstieg in die Performance-Cruiser-Klasse der Größe 20 Meter Plus des slowenischen Kleinserienherstellers Oceantec. Humphreys Yacht Design zeichnet für Rumpf und Deck verantwortlich. Die Werft setzt auf Carbon-Komposit-Bauweise für Rumpf und Deck, ergänzt durch einen hochmodularen Carbonmast. Mit 20,56 Meter Länge und 5,29 Meter Breite bietet die Yacht genug Platz für ausgedehnte Törns und genug Fahrtenkomfort. Die Verdrängung liegt bei 22 Tonnen. Der Tiefgang von drei Metern ermöglicht den Zugang zu den meisten Häfen und Buchten. Die Segelfläche von 207,8 Quadratmeter am Wind sorgt für reichlich Vortrieb. Der Name Cafe Racer verweist auf das Konzept: Reduktion auf das Nötigste, um Gewicht für mehr Speed zu sparen, so wie es die Schrauber der namensgleichen Motorräder in den späten 50er und frühen 60er Jahren vorgemacht haben. Schnelle Fahrten zwischen bevorzugten Ankerplätzen und Häfen stehen im Mittelpunkt. Die Yacht richtet sich an Eigner, die Performance in den Vordergrund stellen und denen der Komfort für einen Tagestörn oder ein Wochenende langt.
Das Deck präsentiert sich das Boot von Oceantec aufgeräumt. Alle Fallen und Strecker enden achtern, der vordere Cockpitbereich bleibt frei. Gäste können sich während der Fahrt oder vor Anker ungestört bewegen und stören nicht den Segelbetrieb. Rampenförmige Durchgänge auf beiden Seiten des Cockpits verbinden Achterdeck und Vorschiff. Die stufenlose Gestaltung soll das Deck einfacher begehbar machen. Die französische Großwerft Jeanneau hatte das sogenannte Walkaround-Cockpit ursprünglich eingeführt. Das Konzept schafft einen durchgehenden Laufweg ohne Stolperfallen. Die Doppelruderanlage garantiert präzise Steuerung auch bei ausgeprägter Schräglage und soll ein direktes feedback und gute Kontrolle über einen großen Bereich vermitteln.
Die Innenaufteilung lässt sich durch Oceantec an Eignerwünsche anpassen. Der Salon bildet mittschiffs den zentralen Aufenthaltsbereich. Viele Decksfenster und Rumpföffnungen sorgen für Tageslicht. Die Eignerkabine nimmt den Bug ein und verfügt über ein eigenes Bad. Gästekabinen liegen achtern, jede mit separatem Bad ausgestattet. Die Raumaufteilung folgt klassischen Yacht-Prinzipien: öffentliche Bereiche in der Mitte, private Rückzugsorte an den Enden. Oceantec gibt noch keine Details zu Materialien oder Ausbaustandards bekannt. Die Flexibilität bei der Inneneinrichtung ermöglicht verschiedene Nutzungsszenarien, von der Regattayacht mit reduziertem Ausbau bis zum vollwertigen Cruiser.
Insgesamt erinnert die Neue von Oceantec qua Bezeichnung und Konzeption an die namensgleichen Boote von Baltic Yachts. Die Finnen haben mit der Café Racer 68 und der Café Racer 80 vergleichbare Ware erfolgreich im Programm.
Oceantec (Ocean tec d.o.o.) ist ein slowenischer Kleinserien- und One-off-Bauer mit Sitz in Jesenice. Die Werft fertigt seit rund 20 Jahren performance-orientierte Segelyachten und ist vor allem für hochwertige Verbundbauweise mit Vakuum-Infusion/Vakuum-Injektion bekannt. Das Portfolio reicht von sportlichen Kleinserien und Regatta-orientierten Projekten bis zu kundenspezifischen Cruiser-Konzepten; wie bespielsweise den L 30 Racer, den A 27 Daysailer, den Retro-Klassiker „Spirit of Piran“ sowie Offshore-Racer wie „Red 2“ und „Vineta“. In der jüngeren Entwicklung steht die Oceantec 43 von Judel/Vrolijk für die Linie der Werft: moderne, moderate Formen, Doppelruder, kräftiges Rigg und ein Interieur, das bewusst funktional gehalten ist, aber nach Eignerwunsch angepasst werden kann. Mit der Café Racer 60 erweitert Oceantec das Spektrum nach oben

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