SicherheitBericht – 2025 mehr Container auf See verloren gegangen

Christian Tiedt

 · 02.07.2026

Sicherheit: Bericht – 2025 mehr Container auf See verloren gegangenPhoto: Redaktion, KI-generiert
Tückisches Hindernis auf hoher See: ein über Bord gegangener treibender Container.
Mehr Container auf See verloren gegangen: Das World Shipping Council hat in seinem Jahresbericht gestiegene Zahlen veröffentlicht - der Anteil an der Gesamtfracht von TEUs bleibt aber gering.

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Treibende Container, meist im Sturm über Bord gegangen, stellen ein Risiko dar: Kaum sichtbar, selbst auf dem Radar, kann eine Kollision besonders für Yachten schwerwiegende Folgen haben. Zur Dokumentation veröffentlicht das World Shipping Council (WSC) einen jährlichen Bericht zum Verlust von Containern auf See. Für 2025 weißt die Statistik eine leicht gestiegene Anzahl auf - allerdings bei einem verschwindend geringen Anteil am weltweiten Gesamttransport von TEU (20-Fuß-Standardeinheiten).

1.478 verlorene Container in 2025

Nach dem nun veröffentlichten Bericht gingen im vergangenen Jahr insgesamt 1.478 Container verloren. Das ist ein deutlicher Anstieg nach 576 in 2024. Allerdings weißt das WSC darauf hin, dass sich die Zahl dennoch innerhalb der üblichen jährlichen Schwankungsbreite bewege und dass allein 640 der gemeldeten TEU auf einen einzelnen Zwischenfall zurückgingen. In der Gesamtbetrachtung mache die Zahl bei geschätzt 280 Millionen transportierten Einheiten lediglich einen Verlustanteil von 0,0005 Prozent aus.

Bergung und neue Meldepflicht

Als positiven Aspekt meldet der WSC-Bericht, dass treibende 128 Container gefunden und geborgen werden konnten. Da die International Maritime Organization (IMO) mit Beginn dieses Jahres den Verlust von TEU auf See im Rahmen des SOLAS-Sicherheitsabkommens meldepflichtig gemacht hat, könnte sich diese Zahl in Zukunft weiter erhöhen.

Container bleiben ein Risiko

Eine Gefahr für die Schifffahrt bleibt jedoch bestehen: So sank im Februar 2026 eine Segelyacht vor Gran Canaria innerhalb von Minuten nach der Kollision mit einem UFO (unbekanntes treibendes Objekt). Die Crew konnte gerettet werden. Auch wenn bislang nicht geklärt werden konnte, dass ein Container für die Havarie verantwortlich war, ist diese Ursache nicht unwahrscheinlich.

Extremeres Wetter als Ursache

Als eine der Ursachen für die Verluste nennt der Bericht des WSC Wetter- und Ozeanbedingungen. Zwar habe sich die Anzahl an Stürmen nicht signifikant erhöht, überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen würden jedoch zu extremeren Bedingungen mit größerer kinetischer Energie, etwa bei den Wellen, führen. Gleichzeitig würde das Wetter insgesamt weniger verlässlich vorhersagbar, besonders im Nordatlantik und Nordpazifik. Umstände, die gemeinhin auf den Klimawandel zurückgeführt werden.

Verlorene Container im Jahresvergleich seit 2008.Photo: World Shipping Council, Containers Lost at Sea 2026 UpdateVerlorene Container im Jahresvergleich seit 2008.
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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Editor Travel

Christian Tiedt was born in Hamburg in 1975, but grew up in the northern suburbs of the city - except for numerous visits to the harbor, North Sea and Baltic Sea, but without direct access to water sports for a long time. His first adventures then took place on dry land: With the classics from Chichester, Slocum and Co. After completing his vocational training, his studies finally gave him the opportunity (in terms of time) to get active on the water - and to obtain the relevant licenses. First with cruising and then, when he joined BOOTE in 2004, with motorboats of all kinds. In the meantime, Christian has been able to get to know almost all of Europe (and some more distant destinations) on his own keel and prefers to share his adventures and experiences as head of the travel department for YACHT and BOOTE in cruise reports.

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