Ein besonderer Höhepunkt im Heft ist die große Langfahrt-Reportage ab Seite 46. Darin erzählt ein deutsches Weltumsegler-Paar von fernen Ländern und tiefgründigen Begegnungen mit den Menschen, die dort leben. Im Mittelpunkt steht ausdrücklich nicht nur das Ankommen in exotischen Revieren, sondern das Eintauchen in fremde Kulturen – also genau jener Teil einer Weltumsegelung, der weit über nautische Etappenpläne hinausgeht.
Gerade darin dürfte einer der emotionalen Schwerpunkte dieser Ausgabe liegen: Fernweh, ja – aber mit Tiefgang.
Ebenfalls stark ist die Geschichte über Leuchtfeuer ab Seite 34. Unter der Überschrift „Wegweisende Bauwerke“ geht es darum, wie Seezeichen entstanden sind und warum sie bis heute unverzichtbar geblieben sind. Das Thema verbindet Seefahrtsgeschichte mit ganz praktischem Nutzen und zeigt, dass manche Erfindungen zwar alt sind, aber nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.
Dass Leuchtfeuer in einer hochdigitalen Welt noch immer eine so wichtige Rolle spielen, macht den Reiz dieses Beitrags aus.
Für Segler, die kleine, wendige Boote lieben, ist der Test der J/7 ab Seite 70 Pflichtlektüre. Die Sportboot-Spezialisten von J/Boats bringen mit diesem Modell erstmals einen Daysailer auf den Markt – ein kleines Boot, das sich ganz auf das konzentriert, worauf es beim Segeln ankommt: Sport und Spaß.
Schon die Ankündigung macht neugierig, weil hier nicht Größe oder Komfort im Vordergrund stehen, sondern das unmittelbare Segelerlebnis. Wer wissen will, wie sich dieses Konzept auf dem Wasser anfühlt, findet im Bericht vom Probeschlag die Antworten.
Ganz anders, aber ebenso reizvoll, ist die Puffin 42 ab Seite 74. Die Aluyacht ist ein Boot für Individualisten, mit rundlicher Rumpfform und großem Deckshaus klar abseits des Massenmarkts. Die spannende Frage lautet hier: Reicht der eigenständige Auftritt auch seglerisch? Genau das klärt der Test.
Besonders nützlich ist der große Praxisbeitrag übers richtige „Spachteln & Schleifen“ ab Seite 84. Darin zeigen wir Schritt für Schritt, wie sich Schrammen im Rumpf selbst ausbessern lassen. Wer Macken in Rumpf oder Deck nicht einfach hinnehmen will, bekommt hier eine solide Anleitung für die Reparatur in Eigenregie.
Daneben ist das Heft voll mit weiteren Themen, die den Kauf lohnen. Im Panorama geht es unter anderem um einen Nachruf auf Vendée-Globe-Sieger Charlie Dalin, um den Helga Cup, eine Havarie vor Helgoland, das erloschene Feuer Kalkgrund und einen abgeborgenen Extremsegler.
Hinzu kommen ein Hintergrundbericht über die neuen Schutzgebiete an der deutschen Ostseeküste und deren Folgen für Segler sowie ein Report über sexuellen Missbrauch von Kindern in Segelvereinen, ausgelöst durch einen Fall aus Hamburg.
Reiselust weckt Teil zwei der Törnreportage über die nördlichen Kapverden, dazu kommt ein Essay von Steffi von Wolff über den Sommertörn als schönsten Abschnitt des Jahres. Wer Reviertipps sucht, findet ab Seite 60 einen Inselführer zu Møn, der über die berühmten Kreidefelsen hinausblickt.
Auch Porträts und Hintergrundgeschichten sind vertreten: die zweite Segelkarriere des 66-jährigen Til Kleinstäuber, Impressionen von der Cowes Classics Regatta und am Ende ein ungewöhnlicher Ausklang mit der Frage, wie Philipp Kümpel auf die Idee kam, eine Meeres-Sinfonie für großes Orchester zu komponieren.
Praktisch wird es bei den Sommer-Gadgets ab Seite 64 – vom wasserfesten Brettspiel bis zur Schwimm-Bar –, bei der Ausrüstung mit segelbarem Beiboot, Nachtsichtgerät, Batterielader und High-End-Segeltuch sowie in der Pantry mit einem schnellen Pastagericht und nützlichen Küchenhelfern. Dazu kommen neue Boote wie die Hanse 461, JPK 48 FC, Halcyon 50 und T-Boats 26.
Ein besonderer Blickfang dürfte außerdem die „Simena“ sein: eine 62 Meter lange Luxus-Retro-Ketsch, die eher wie eine Hommage an die gute alte Zeit wirkt als wie eine klassische Superyacht.
Unterm Strich bietet die YACHT 15/2026 die ganze Bandbreite des Segelns: von Weltumsegelung bis Werkstatt, von Seezeichen bis Sommergadgets, von Daysailer bis Luxus-Retro-Ketsch. Das ist reichlich Stoff für viele Stunden Lesevergnügen.
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Editor YACHT