YACHT-Test

Wie Oyster mit der 565 den Neustart schafft

Nach der Insolvenz steht die britische Werft wieder glänzend da. Die Auftragsbücher sind voll, die Wartezeiten lang. Der Test der Oyster 565 im PDF-Downlaod

Jochen Rieker am 22.01.2020
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Oyster Yachts/Brian Carlin

Alles vom Feinsten, auch der Segelspaß: Oyster 565

Oyster

Risszeichnung der Oyster 565

Es klingt fast ein bisschen zu glatt, zu schön, um wahr zu sein. Denn nicht immer gelingt ein Neuanfang im Bootsbau. Finngulf etwa ging nach zwei Wiederbelebungsversuchen endgültig unter, Etap ebenso. Najad strauchelte über bald ein Jahrzehnt mehrfach. Und wie es um Discovery Yachts bestellt ist, deren inzwischen geschasster Geschäftsführer Sean Langdon wenige Tage vor Weihnachten Insolvenz anmelden musste, lässt sich derzeit noch gar nicht abschließend beurteilen.

Bei Oyster allerdings, diesem Flaggschiff der inzwischen arg geschrumpften britischen Yachtbaubetriebe, läuft es wieder. Das liegt zum einen an Richard Hadida, dem neuen Eigentümer, der im Internet ein Vermögen verdient hat und die Rettung der Werft zu einer Herzenssache erklärt hat. Und es liegt an den Mitarbeitern, die vielfach schon über Generationen für die Marke arbeiten und ein Garant für Kontinuität sind.

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Kann was ab: Oyster 565

Unter anderem so lässt sich erklären, warum die neueste, derzeit kleinste Yacht – die Oyster 565 – tatsächlich alles mitbringt, was eine Oyster ausmacht. Und noch ein wenig mehr. Das zeigte sich beim YACHT-Test vor der Küste Kataloniens, wo uns das Boot eine ganze Woche lang im Rahmen der Selektion für Europas Yacht des Jahres zur Verfügung stand – in einem breiten Windbereich, der von 5 bis 25 Knoten reichte. 

Unter Segeln wie unter Maschine überzeugte die von Rob Humphreys konstruierte Oyster 565 dabei gleichermaßen. Auch grobe See und Starkwind steckte sie klaglos, fast gelangweilt weg. Und reagierte dennoch angenehm agil auch bei leichten Bedingungen. 

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Kann was erzählen: Paul Adamson

Es wäre aber ein Fehler, sie nur unter solchen Aspekten zu beurteilen. Denn ihre eigentliche Stärke offenbart die Oyster 565 erst unter Deck und tief in den Innereien der Konstruktion. Dorthin haben wir Paul Adamson begleitet, einst Kapitän der Oyster von Rennstall-Besitzer Eddie Jordan, jetzt Chief Commercial Officer der Werft. Ein Segler durch und durch, der nun mit am Ruder des Unternehmens dreht.

Was er über die DNS der Marke sagt, warum er Peilstäbe für die Diesel- und Frischwassertanks nach wie vor für unverzichtbar hält und warum er allen YACHT-Lesern einen Drink spendiert, falls sie auf der Baunummer 3 der Oyster 565, die auf der boot Düsseldorf zu sehen sein wird, quietschende Bodenbretter finden sollten – das alles und mehr im Testbericht.

Jetzt in YACHT 2/2020, erhältlich im DK-Shop. Oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

Fotostrecke: Oyster 565

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Jochen Rieker am 22.01.2020

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