YACHT-Test

Was kann die neue Grand Soleil 42 LC?

Als Blauwasseryacht soll sie viel Lebensraum bieten, reichlich Komfort und mit Schwerwetter klarkommen. Aber die 42 LC will noch mehr. Der Test im PDF-Download

Jochen Rieker am 11.03.2020
Grand Soleil 42LC segeln Rumpf Barcelona EYOTY 2019 RTo_EYOTY19RT-1280

Ein Tourer, der auch Sport kann: Grand Soleil 42 LC

Riss GS

Risszeichnung der Grand Soleil 42 LC

Sie ist die jüngste und kleinste Yacht der Baureihe, mit der die feine italienische Marke komfortorientierte Eigner ansprechen will. LC steht für "Long Cruise", eine etwas unorthodoxe Übersetzung für Langfahrt. Sinngemäß träfe der Begriff Fahrten­segeln den Charakter noch besser, denn für Abenteuertörns in hohen Breiten ist die Grand Soleil nicht gedacht.

Werftbesitzer und Vordenker Gigi Servidati hat den eleganten Kreuzer eher fürs Mittelmeer und für Ozeanpassagen im Passat konzipiert. Dabei ließ er bewusst eine ungewöhnlich starke Spreizung zu: vom reinen Fahrtenboot mit Rollgroß, Selbstwendefock und Cockpitbügel bis zur Sportversion mit höherem Alumast, Rodrigg, deutlich mehr Segelfläche und offenem Heck lässt sich die 13-Meter-Yacht konfigurieren. 

Nur wenige Serienwerften bieten ein solches Maß an Individualisierbarkeit – zumal Cantiere del Pardo daneben noch die Entwicklung eines eigenständigen, mehr fürs Regattasegeln optimierten Modells vorantreibt: der für diesen Sommer angekündigten Grand Soleil 44 Performance.

Im Test erwies sich die 42 LC selbst in der Basisversion als angenehm lebendig. Sie liegt feinfühlig auf dem Ruder, lässt sich auch im Hafen gut manövrieren, und ab 8 bis 10 Knoten Wind marschiert sie munter voran – eine interessante Kreuzung aus Dynamik und Distinguiertheit.

Besonders beeindruckt hat uns die auf der boot Düsseldorf Mitte Januar erstmals gezeigte Ausbauvariante mit nur zwei Kammern und deutlich nach achtern vergrößerter Pantry. Damit lässt die Grand Soleil keine Wünsche offen, wenn es um ausgedehnte Törns über mehrere Monate geht.

Aber auch als Dreikabiner weiß die Konstruktion von Marco Lostuzzi, deren Ausbau und Styling von Nauta Design stammt, zu überzeugen. Gehobene Qualität, gute Komfortmaße, angenehm helle und geräumige Kajüte – da gibt es wenig zu mäkeln. Ein paar Punkte fanden wir natürlich schon. Welche das sind und warum die 42 LC zur Rivalin ihrer vier Fuß längeren Schwester werden könnte, lesen Sie im ausführlichen YACHT-Test in YACHT 5/2020.

Das Heft ist erhältlich hier bei uns als Print-Version oder digitale Ausgabe. Oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

Fotostrecke: Grand Soleil 42 LC

  

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Jochen Rieker am 11.03.2020

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