Test
Was kann Hanses Bestseller in Neuauflage?

Die 375 folgt auf die 600-mal gebaute Hanse 370. Keine leichte Aufgabe

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 05.01.2010

YACHT

Optisch hat sich nicht viel geändert – bis auf das jetzt offene Heck und den auf Wunsch erhältlichen Doppelsteuerstand. Bringt die Modellpflege insgesamt signifikante Verbesserungen?

Der Fluch einer gelungenen Konstruktion ist, dass sie es schwermacht, mal eben Besseres zu entwickeln. Deshalb und weil es der relativ konstanten Modellpolitik des Hauses entspricht, hat Hanse den Bestseller der vergangenen fünf Jahre nicht komplett erneuert, sondern vielmehr behutsam weiterentwickelt.

Die 5 im Namen signalisiert, dass es sich bei dem Boot im Kern immer noch um die 370 handelt, nur eben um die jüngste Version.

Visuell wird die Evolutionsstufe allenfalls kundigen Betrachtern auffallen. Der Kajütaufbau wirkt flacher, dadurch auch gestreckter. Das Cockpit steht achtern offen — wie bei der 400. Und es fehlen die kleinen Seitenfenster, die Licht und Luft in Vorschiff und Achterkammern brachten.

Ansonsten entspricht die 375 weitgehend ihrer Vorgängerin. Riggdimensionen, Ruder, T-Kiel blieben unverändert. Nur dass Mast und Großbaum jetzt von Seldén kommen, nicht mehr von Sparcraft.

Geblieben sind daher auch die herausragenden Segeleigenschaften, die gute Balance, das präzise Steuergefühl, das übrigens auch die Version mit zwei Rädern vermittelt, und eine kleine Performance-Lücke unterhalb von zehn Knoten Wind, die der begrenzten Fläche der Selbstwendefock geschuldet ist.

Was sich sonst getan hat, lesen Sie im Test der Hanse 375 in YACHT 2/2010.


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