Messe
Ring statt Rolle

In Sachen Ausrüstung hat sich viel getan. Zahlreiche Neuheiten, die auf der boot zu sehen sein werden, präsentieren wir Ihnen vorab

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 20.01.2010

Hersteller

Neben Yachten, Charterofferten, Segelschulen und zahlreichen anderen Angeboten werden in Düsseldorf auch interessante Innovationen im Bereich Ausrüstung vorgestellt: Bekleidung wird immer funktioneller, elektronische Hilfsmittel immer genauer und Altbekanntes durch Neues ersetzt.

Zu den interessantesten Weiterentwicklungen im Bereich Elektronik gehören in diesem Jahr vor allem neue Sonaranlagen, welche, integriert in moderne Plotter, die Unterwasserwelt in einem fotoähnlichen Bild darstellen. Und das bis zu 100 Meter zu jeder Seite. Die Geräte sind dabei nicht nur für Angler von Interesse, auch Seglern und Hobbytauchern kann die Anlage nützliche Dienste erweisen.

Einen nützlichen Dienst erweist auch das Easyrescue: eine zwölf Zentimeter hohe, acht Zentimeter breite und drei Zentimeter große Kiste, welche im Notfall alle mit AIS ausgerüsteten Schiffe, die sich in Sichtweite befinden, alarmiert und die aktuellen GPS-Positionsdaten auf dem Radarbild oder in elektronischen Seekarten anzeigt.

Neuheiten im Bereich Beschläge lassen sich auch finden. Zum Beispiel hochbelastbare Ringe anstelle von viel teureren Blöcken. Die Gleitkauschen können in Verbindung mit glatten Dyneema-Seilen an Stellen verwendet werden, wo Leinen zwar unter Last umgeleitet, jedoch nicht ständig getrimmt werden müssen.

Bei den Winschen stehen die Zeichen im Moment auf Kunststoff. Viele Hersteller, wie Holmatro und Harken, sehen aufgrund von Gewichtsreduzierung von herkömmlichen erzhaltigen Materialien ab und konzentrieren sich auf die wartungsfreundlicheren Kunststofflager, die ohne Schmiermittel auskommen.

Von Altbekanntem nimmt man auch bei Facnor, Hersteller von Rollreffanlagen, Abstand. Konventionelle Systeme haben oft zu Überläufern auf der Trommel geführt und damit die Anlage lahmgelegt. Dieses Problem will man dadurch beheben, dass anstelle der bisher verwendeten Leinen nun ein schmales und gut geführtes Gurtband eingesetzt wird, was sich nicht mehr vertörnen kann.

Neue Materialkombinationen sorgen vor allem bei der Funktionsbekleidung für immer leichtere, sportliche und angenehmere Alternativen zum bekannten Friesennerz. Die Segelbekleidung bietet zwar dadurch mehr Bewegungsfreiheit, der Wetterschutz bleibt jedoch zumindest in Teilen auf der Strecke. „Die Leute sitzen heute nicht mehr sieben Stunden oder länger im Cockpit und lassen sich einregnen“, sagt dazu Stephan Busch, Produktionsmanager bei Jeantex. Mit dieser Ansicht steht er nicht allein. Praktisch alle Hersteller setzen derzeit auf leichtere Bekleidung für den Regattaeinsatz oder den Urlaub im Süden.

Was die boot sonst noch für Sie im Bereich Ausrüstung an Neuerungen und Weiterentwicklungen bereithält, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der YACHT 3/2010.


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Themen: AusrüstungbootDüsseldorf

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