boot Düsseldorf 2019
Premiere IV: Faurby 460 E – Bootsbau statt Großserie

Das Flaggschiff der dänischen Kleinwerft soll mit handwerklichen Glanzleistungen und weiteren traditionellen Werten bei der Kundschaft punkten

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 22.01.2019
Faurby 460E auf der boot 2019 Faurby 460E auf der boot 2019 Faurby 460E auf der boot 2019

YACHT/ Nils Günter Faurby 460E auf der boot 2019

"Wir können nur richtig", fasst der Geschäftsführer Thomas Dan Hougaard zusammen. Er meint damit Yachten in Kleinserie, individuell nach Vorschlägen der Werft und Vorstellungen der Kunden in Handarbeit ausgebaut, hochwertig ausgestattet und dazu gut und sicher segelnd nebst einfach bedienbar mit kleiner Crew, selbstverständlich hübsch anzuschauen und zeitlos gestaltet. Das ganze Portfolio seglerischer Begehrlichkeiten sozusagen.

Die konkrete jüngste und größte Umsetzung dieser Vorstellungen steht auf der boot in Halle 15 und vermochte dort bereits am ersten Wochenende die Besucher zu begeistern, so Hougaard, der jüngst mit seinem Nachbarn Nordship fusionierte und sich mit diesem auf dem Stand präsentiert. Die neue Faurby 460 E zeigt sich mit vergleichsweise breitem Heck und der größten Breite von 3,90 Metern auf Höhe von etwa drei Fünfteln der Länge moderner als die Vorgänger, bleibt aber traditionell noch schmaler als vergleichbare Konkurrenz.

Faurby 460 E

26 Bilder

Faurby 460 E auf der boot 2019

Die Schoten sind auf große Andersen-Winschen achtern an den beiden Rädern geführt. Die Fallen werden weiter vorn auf dem Süll bedient, das Kajütdach bleibt von Bedienelementen frei. Einzelne Fenster, drei Aufbauluken und eine Sprayhood-Garage charakterisieren den Aufbau. Der Innenraum ist in Eiche ausgebaut; Teak, Khaya-Mahagoni oder anderes Holz ist ebenso möglich – genauso wie eine andere Innenraumaufteilung. In Düsseldorf zu sehen ist eine Drei-Kabinen-Version mit vom Salon aus zugänglicher Nasszelle und gegenüberliegender Navigation, einer großen U-förmigen Sitzecke und Längspantry. Im Vorschiff ist ein Eignerbad untergebracht, das eine große separierbare Nasszelle mitbringt, gegenüber ein großer dreiteiliger Schrank und davor eine ausgewachsene Koje.

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Doppeltest der Faurby 360e und 363e

Auffällig ist die hohe Güte der Holzarbeiten mit massiven oder lamellierten Umleimern, getischlerten Holzverbindungen, sauberen Abschlüssen und Fugenmaßen, ebenso wie die hervorragenden Lackierarbeiten. Das muss der Kunde denn wohl auch erwarten können, er zahlt 619.000 Euro, darf sich aber neben der Bauausführung über einen Bleikiel, Rodrigg, Hydraulik-Achterstagspanner, elektrische Vorsegel-Rollanlage, Segel, Bugspriet und einen Ausbau sowie eine Ausstattung ohne große weitere Wünsche freuen.

Rumpflänge

13,95 m

Gesamtlänge

14,70 m

Breite

3,90 m

Tiefgang

2,25 m (Standard)

Gewicht

10,5 t

Ballast

ab 3,9 t

Großsegel

62,0 qm

Rollfock

48,0 qm

Gennaker

180,0 qm

Motor

53 PS/ 39 kW

Wassertank/Dieseltank

300 l/190 l


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