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Oyster 495: solide Werte für luxuriöse Reisen

Wenn die Werft Oyster in England ein "kleines Schiff" ankündigt, ist dieses schon über 15 Meter lang. Die Deckssalonyacht mit Mittelcockpit ist jetzt im Bau

Michael Good am 31.01.2021
Oyster 495
Oyster Yachts

Oyster 495

Der neue 50-Fußer soll das gehobene Blauwasser-Angebot der Yachtbaumanufaktur nach unten erweitern. Damit umfasst das Programm der Briten aktuell nicht weniger als sieben Modelle von 15 Metern bis zum Megayacht-Format um 36 Meter Rumpflänge. Und: Die Yachten von Oyster sind schon von Weitem als solche zu erkennen. Kaum eine andere Marke pflegt die optische Homogenität ihrer Modelle so sehr wie die Werft in Southampton. 

Die Hauskonstrukteure Tom und Rob Humphreys haben in Zusammenarbeit mit dem Oyster Design Team die markentypischen Erkennungsmerkmale nun auch auf das jüngste und kleinste Modell der Reihe übertragen. Charakteristisch sind das markante Deckshaus mit dem dunkel getönten und schön geschwungenen Fensterband, das bis zur Mastdurchführung komplett unverbaute Vordeck mit den bündig versenkten Luken sowie die auffälligen, dreifach vertikalen Rumpffenster. Auch das generelle Oyster-Konzept mit der eher seltenen Kombination von Mittelcockpit und Deckssalon wird auf die neue 495 übertragen. Wie alle jüngeren Modelle von Oyster wird auch das neue Schiff mit zwei Ruderblättern gebaut. Spannend ist die ungewöhnliche Lösung der Werft für eine Badeplattform. Diese ist nämlich nicht wie sonst klappbar, sondern fährt als Bühne horizontal und elektrisch auf Knopfdruck aus dem Heck. 

Die Oyster 495 soll wahlweise mit einem Rollmast oder mit einem herkömmlichen Rigg und einem durchgelatteten Großsegel ausgestattet werden können. Bei außen am Rumpf angeschlagenen Wanten bleibt die Größe der Rollreff-Genua auf eine Überlappung von 106 Prozent reduziert. Selbst als Option nicht vorgesehen ist aber eine Selbstwendefock. Eine knapp ein Meter lange Bugnase für zusätzliche Segel wie Code Zero oder Gennaker mit Ankerhalterung ist fest mit dem Rumpf verbunden. Ab Werft wird dem neuen 50-Fußer von Oyster ein Vierzylinder-Einbaudiesel von Yanmar mit Saildrive und 110 PS Leistung eingebaut. Bug- und Heckstrahlruder sowie ein Generator stehen zusätzlich auf der Liste der Optionen. 

Oyster 495

Oyster 495

Der Innenausbau sieht ein klassisches Mittelcockpit-Arrangement mit einer großen Masterkabine achtern und eigenem Bad mit Duschabteil vor. Die sehr geräumige Pantry in U-Form ist seitlich vertieft auf der Backbordseite am Niedergang eingesetzt. Der Durchgang zur Achterkabine erfolgt über die Steuerbordseite, wo auch die Navigation integriert ist. Der Salon selbst mit der Sitzgruppe in L-Form und einer zusätzlichen Couch ist zentral erhöht. Die großen Aufbaufenster werden dort für uneingeschränkte Aussichten sorgen. Im Vorschiff ist eine Eignerkabine mit Inselbett und eigenem Bad sowie zusätzlich eine Gästekabine mit zwei Etagenkojen vorgesehen.

Die Baunummer 1 ist bereits im Bau und soll in der zweiten Jahreshälfte für erste Tests fertig sein. Die Werft nennt auch schon einen Preis: Im Standard ab Werft soll die Oyster 495 rund 1,31 Millionen Euro kosten, brutto inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. 

Fotostrecke: Oyster 495

Technische Daten Oyster 495
Konstrukteur  Humphreys Yacht Design
Gesamtlänge  16,10 m
Rumpflänge  15,15 m
Länge Wasserlinie 14,27 m
Breite  4,77 m
Tiefgang/alternativ 2,28 m / 1,83 m
Gewicht  21,0 t
Segelfäche (Rollmast) 115,8 qm
Segelfläche (Großsegel durchgelattet) 126,9 qm
Kapazität Treibstoff  800 l
Kapazität Frischwasser  550 l

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Michael Good am 31.01.2021

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